Von links: Mario Czaja, Friedrich Merz und Christina Stumpp (Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler)

Kommentar: Friedrich Merz auf der "Pole Position"

Ein Kommentar von SR-Hauptstadtkorrespondent Uli Hauck über das Ringen um eine neue Parteispitze für die CDU

Uli Hauck. Onlinefassung: Rick Reitler   17.11.2021 | 07:25 Uhr

Nach Einschätzung von SR-Hauptstadtkorrespondent Uli Hauck hat derzeit Friedrich Merz die besten Chancen, neuer Parteivorsitzender der CDU zu werden. Seine bisherigen Konkurrenten Helge Braun und Norbert Röttgen werden sich "strecken müssen", wenn sie Merz den Sieg nehmen wollten, meint Hauck in seinem Kommentar.

Am 17. November 2021 endet die Nominierungsfrist für mögliche Nachfolger des Noch-Parteivorsitzenden der CDU, Armin Laschet. Bisher haben der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun, CDU-Präsidiumsmitglied Norbert Röttgen und der bundespolitische Wiedereinstieger Friedrich Merz ihre Hüte in den Ring geworfen.

Mitgliederbefragung im Dezember

Nach dem Bewerbungsschluss können sich die über 400.000 Parteimitglieder mit einem Durchschnittsalter von rund 60 Jahren und einem Frauenanteil von nur rund 25 Prozent Gedanken zu ihrem Favoriten machen, der dann von Anfang bis Mitte Dezember bei einer Abstimmung festgestellt werden soll. Doch das ist nur eine Vorwahl, denn der Sieger soll offiziell erst Ende Januar 2022 auf einem Parteitag ernannt werden.

"Vieles spricht für Merz"

Kommentar: Friedrich Merz auf der "Pole Position"
Audio [SR 2, Uli Hauck, 17.11.2021, Länge: 02:24 Min.]
Kommentar: Friedrich Merz auf der "Pole Position"

Für SR-Hauptstadtkorrespondent Uli Hauck steht Friedrich Merz derzeit auf der "Pole Position", denn vieles spricht aus seiner Sicht für den 66-Jährigen. Sollte Merz tatsächlich das Rennen gewinnen, dann hieße der neue Generalsekretär wohl Mario Czaja, die neue stellvertretende Generalsekretärin Christina Stumpp. Merz trete mit dem Anspruch an, "keine Achsenverschiebung" und "keinen Rechtsruck" in der Partei zuzulassen.

Die als eher liberal auftretenden Kandidaten Braun und Röttgen werden sich bei diesem Gesamtpaket "strecken müssen", wenn sie Merz den Sieg nehmen wollten, meint Hauck in seinem Kommentar.


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Franka Welz aus dem ARD-Hauptstadtstudio geht davon aus, dass die Öffentlichkeit frühestens am 6. November erfahren werde, wer den Hut für den CDU-Parteivorsitz in den Ring werfen werde. "Mein Eindruck ist, dass jetzt wirklich jeder darauf wartet, dass ein anderer sich zuerst bewegt", sagte Welz im SR-Interview.


Ein Thema aus der Sendung "Der Morgen" vom 17.11.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Archivbild ganz oben zeigt Mario Czaja, Friedrich Merz und Christina Stumpp. Sie wollen gemeinsam an die Spitze der CDU (Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler).

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