Parteien im Endspurt - die Union

Die Union (CDU und CSU)

Ein Gespräch mit Sabine Henkel aus dem ARD-Hauptstadtstudio zur Situation der Union vor der Bundestagswahl

Jochen Erdmenger. Onlinefassung: Rick Reitler   08.09.2021 | 07:45 Uhr

CDU und CSU müssen sich im Wahlkampf vor allem um Schadensbegrenzung bemühen, erklärte Hauptstadt-Korrespondentin Sabine Henkel im SR-Interview. Die Parteien um ihren gemeinsamen Spitzenkandidaten Armin Laschet würden angesichts des drohenden Machtverlusts zunehmend nervös.

CDU und CSU setzen im Wahlkampf vor allem auf Schadensbegrenzung: Mit Spitzenkandidat Armin Laschet ist die Union nach 16 Jahren an der Spitze der Regierungskoalition in den Umfragen abgestürzt. Nach dem ARD Deutschlandtrend von Anfang September könnte 2021 ein historisch schlechtes Ergebnis um die 20 Prozent herausspringen.

"Zunehmend nervös"

Entgegen ihrer Ankündigung rührte sogar Kanzlerin Angela Merkel bei ihrer letzten Rede vor dem Bundestag am 7. September doch noch die Werbetrommel für ihren nordrhein-westfälischen Spitzenkandidaten. "Man spürt, dass die Union zunehmend nervös wird", sagte Hauptstadt-Korrespondentin Sabine Henkel im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger.

Bringt das TV-Triell die Wende?

CDU und CSU hätten intern wohl einen gewissen Druck auf Merkel ausgeübt, sich öffentlich für Laschet stark zu machen. Es zeige sich allerdings, dass die Menschen Laschet "nicht als Kanzler" sähen, so Henkel. "Damit muss ich die Union etwas anderes überlegen und setzt eben auf Teamplay". Die Hoffnung liege nun wohl auch beim nächsten TV-Triell am 12. September.

Option Jamaika

Sollte die Union doch noch als stärkste Partei aus der Bundestagswahl hervorgehen, bliebe ihr augenblicklich lediglich die Option einer schwarz-grün-gelben "Jamaika-Koalition". Doch das werde wegen der unterschiedlichen Klimapolitik-Ansätze der Grünen schwierig, meinte Henkel.


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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 08.09.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt Werbe-Fähnchen der Christlich-Demokratischen Union (CDU) - Foto: picture alliance / dpa | Jonas Güttler.

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