Parteien im Endspurt - die AfD

Die Alternative für Deutschland (AfD)

Ein Gespräch mit Kilian Pfeffer aus dem ARD-Hauptstadtstudio zur Situation der AfD vor der Bundestagswahl

Jochen Erdmenger. Onlinefassung: Rick Reitler   06.09.2021 | 07:45 Uhr

Die AfD setzt im Wahlkampf vor allem auf eine restriktivere Flüchtlingspolitik, den Dexit und das Ende der Corona-Maßnahmen, erklärte Hauptstadt-Korrespondent Kilian Pfeffer im SR-Interview. "Das eine zündende Thema" sei nicht vorhanden, wohl aber ein unbereinigter parteiinterner Richtungsstreit.

Bei der Bundestagswahl 2017 kam die "Alternative für Deutschland" mit einem Stimmenanteil von 12,6 Prozent auf Anhieb in den Bundestag - als stärkste Oppositionsfraktion. Nach dem ARD Deutschlandtrend von Anfang September könnte 2021 ein ähnliches Ergebnis herausspringen.

Sehnsucht nach Normalität

Der Wahl-Slogan der AfD lautet diesmal "Deutschland - aber normal". Für Kilian Pfeffer aus dem ARD-Hauptstadtstudio will die Partei mit diesem "Überthema" wohl eine "gewisse Sehnsucht" darüber zum Ausdruck bringen, dass man wieder "ein bisschen die Normalität in der Vergangenheit" haben wolle.

Wahlkampf-Themen

Zentrale Punkte im AfD-Wahlprogramm seien auch angesichts der Lage in Afghanistan eine restriktivere Flüchtlingspolitik, der Austritt aus der EU und das Ende sämtlicher Corona-Maßnahmen, erklärte Pfeffer im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger. "Das eine zündende Thema ist nicht da", so Pfeffers Einschätzung. Auch eine Auflösung des parteiinternen Richtungsstreits könne er nicht erkennen. Im Wahlkampf aber versuche die Partei mit ihrer Doppelspitze Alice Weidel und Tino Chrupalla, Geschlossenheit zu demonstrieren.


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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 06.09.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt Werbe-Fähnchen der Alternative für Deutschland (AfD) - Foto: picture alliance/dpa | Daniel Karmann.

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