Vorsicht, eingeschleppter Japankäfer!

Vorsicht, Japankäfer im Anmarsch!

Ein Gespräch mit Dr. Jonathan Mühleisen, Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (LTZ), Karlsruhe, über die Gefahr des Japankäfers

Chris Ignatzi. Onlinefassung: Rick Reitler   03.08.2021 | 15:20 Uhr

Falls Sie in Feld, Wald oder Garten auf einen eingeschleppten Japankäfer treffen, fangen Sie das Insekt behutsam ein und melden Sie den Vorfall am besten mit Foto an den Pflanzenschutzdienst, rät Dr. Jonathan Mühleisen vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg im SR-Interview.

Er sieht aus wie ein kleiner Maikäfer mit Haarbüscheln und schimmert am Hals grün-metallisch: Der so genannte Japankäfer (Popillia japonica) ist in der Schweiz an der Grenze zu Baden-Württemberg aufgetaucht. Er gilt als ziemlich gefährlicher Pflanzenschädling, weil er keine natürlichen Fressfeinde hat und sich gerne auch an allerlei Bäumen, Sträuchern und Gräsern aus unseren Breitengraden labt.

Wahrscheinlich aus Italien

Pflanzenschützer sind in Alarmbereitschaft: "Wir hatten nicht damit gerechnet, gingen davon aus, dass die Alpen eine natürliche Barriere darstellen", erklärte Dr. Jonathan Mühleisen vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) in Karlsruhe im Gespräch mit SR-Moderator Chris Ignatzi. Der Käfer stamme wahrscheinlich aus Norditalien.

Pflanzenschutzdienst informieren!

Mühleisen bittet darum, nach dem Japankäfer Ausschau zu halten, verdächtige Käfer möglichst einzufangen und den Pflanzenschutzdienst zu informieren - am besten mit einem Foto des Insekts.


Landwirtschaftskammer für das Saarland
Pflanzenschutzdienst
In der Kolling 310, 
66450 Bexbach
Tel.: 06826 82895-0

E-Mail: poststelle@lwk-saarland.de
Web: www.lwk-saarland.de/pflanze


Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Nachmittag" am 03.08.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt einen in Basel entdeckten Japankäfer (Popillia japonica). Wegen des Schädlings nahe der Grenze sind die zuständigen Behörden in Baden-Württemberg alarmiert (Foto: picture alliance/dpa/Stadtgärtnerei Basel | Stephan Ramin).

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