Woher kommt die Hitzewelle in Westkanada?

Woher kommt die Hitzewelle in Westkanada?

Ein Gespräch mit ARD-Wetterexperte Tim Stäger zur Hitzewelle in Westkanada

Katrin Aue. Onlinefassung: Rick Reitler   02.07.2021 | 07:45 Uhr

Für den ARD-Wetterexperten Tim Stäger besteht das große Problem bei der Hitzewelle in Westkanada darin, dass heiße Luft über mehrere Tage von einem stabilen Hoch "gefangen gehalten" worden sei. Der "Klimawandel" mit seinen "Strömungsanomalien" spiele dabei eine "große Rolle". Dieser lasse sich jedoch kurzfristig nicht vom Menschen beeinflussen.

An der Westküste Kanadas wird seit Tagen ein Allzeit-Hitzerekord nach dem anderen gebrochen. Dazu hat ein Feuer die Kleinstadt Lytton zu 90 Prozent zerstört. In ganz Westkanada sind schon mehrere hundert Menschen an den Folgen der Hitzewelle gestorben, die Temperaturen bis zu fast 50 Grad Celsius mit sich bringt.

Stabiles Hoch

Für Tim Stäger, Meteorologe in der ARD-Wetterredaktion, könnten riesige Landmassen wie jene des nordamerikanischen Kontinents "prinzipiell im Sommer schon mal stärker" erwärmt werden. Das aktuelle Problem bestehe darin, dass die heiße Luft über mehrere Tage von einem stabilen Hoch "gefangen gehalten" werde, sagte Stäger im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue.

Mensch kurzfristig machtlos

Bei alldem spiele der "Klimawandel" mit seinen "Strömungsanomalien" eine "große Rolle". Dies lasse sich kurzfristig allerdings nicht vom Menschen beeinflussen: Dessen Anstrengungen zum Klimaschutz könnten sich frühestens in 10 bis 30 Jahren auswirken.


Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Morgen" am 02.07.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt die durch ein Lauffeuer zerstörte Kleinstadt Lytton in British Columbia/Westkanada (Foto: picture alliance/dpa/The Canadian Press | Darryl Dyck).

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