Weniger konsumieren - den Ozeanen zuliebe

Weniger konsumieren - den Meeresbewohnern zuliebe

Ein Beitrag von SR-Reporterin Kerstin Gallmeyer zum Welttag der Ozeane

Onlinefassung: Rick Reitler   08.06.2021 | 07:15 Uhr

Die Saarbrücker Meeresbiologin Frauke Bagusche rät angesichts der Plastikmüllflut zu einem verantwortungsvolleren Konsumverhalten: So solle man beim Kauf von Mode und Kosmetik auf mikroplastikfreie Ware achten.

Mikroplastik, das per Müllentsorgung, per Kleiderwäsche oder per Abschminken über Bäche und Flüsse ins Meer gelangt, bedroht die Gesundheit der Meeresbewohner - und damit auch die des Menschen. Darauf haben zum Welttag der Ozeane am 8. Juni auch Wissenschaftler aus dem Saarland hingewiesen.

Ware ohne Kunststoffbestandteile

SR-Reporterin Kerstin Gallmeyer hat sich im Gespräch mit der Saarbrücker Meeresbiologin Frauke Bagusche über mögliche Wege aus der Plastikmüllflut informiert. Sie rät zu einem verantwortungsvolleren Konsumverhalten - zum Beispiel bei Mode oder Kosmetik. Hier solle man möglichst auf mikroplastikfreie Ware achten.

Apps zur Information

Zudem gebe es Apps fürs Smartphone, die schnell Auskunft über die Inhaltsstoffe von Produkten enthielten. Für Kosmetik empfahl Bagusche die App "CoedeCheck" vom Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland (BUND).


Mehr zum Thema:

Am Abend des 7. Juni wurde der Welttag der Ozeane bereits am Saarbrücker Silodom mit einer künstlerischen Projektion eingeläutet. Die meisten der Angebote und Aktionen am Willi-Graf-Ufer zum Stichtag 8. Juni starten gegen 16.00 Uhr. Der Besuch ist kostenfrei. Am Abend nach 21:30 Uhr gibt es auch nochmal eine künstlerische Projektion zu sehen – diesmal am Gebäude der Hochschule der Bildenden Künste in Alt-Saarbrücken.

"Den Ozean in uns näher bringen"
Audio [SR 2, Kerstin Gallmeyer, 08.06.2021, Länge: 02:45 Min.]
"Den Ozean in uns näher bringen"
Die Ozeane bilden das größte Ökosystem der Erde – doch sie sind stark durch Umweltgifte und Mikroplastik-Abfälle gefährdet. Um darauf aufmerksam zu machen, haben die Vereinten Nationen den 8. Juni zum Welttag der Ozeane erklärt. Auch in Saarbrücken werden einige Aktionen auf die Beine gestellt, die den pfleglichen Umgang mit der Natur und den Gewässern anmahnen.

Welttag der Ozeane
Mikroplastik gefährdet Mensch und Tier
Es befindet sich im Boden, in der Luft und auch im Wasser - Mikroplastik. Und es wird immer mehr. Wie gefährlich das für uns Menschen ist, ist noch nicht ganz klar. Zum Welttag der Ozeane weisen Wissenschaftler auch aus dem Saarland darauf hin: Das Mikroplastik im Wasser bedroht die Meeresbewohner.

Aktionskunst zu #MeerWissen
"Das Meer kommt auf vielfältige Weise zu uns"
Unter dem Hashtag #MeerWissen finden am 7. und 8. Juni, rechtzeitig zum Welttag der Ozeane, künstlerische Auseinandersetzungen zur Bedeutung der Weltmeere statt. Kathrin Fuhrmann vom Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung (HiPS), koordiniert das Programm in Saarbrücken. Sie hat über 40 Menschen für die Teilnahme an #MeerWissen begeistern können. Ein Interview.


Hintergrund

Der "Welttag der Ozeane" wird offiziell am 8. Juni 2021 gefeiert. Ein wichtiger Anstoß für die Aktionen zum Hashtag #MeerWissen war das Buch "Das blaue Wunder", schon 2019 vorgelegt von der Saarbrücker Meeresbiologin Frauke Bagusche:

Buchtipp
Frauke Bagusche: "Das blaue Wunder"
Die Aktion "Eine Uni - ein Buch" hat das Buch "Das blaue Wunder" von der Saarbrücker Meeresbiologin Frauke Bagusche ausgewählt, um auf die Dringlichkeit des Meeresschutzes aufmerksam zu machen. SR-Reporterin Dagmar Scholle hat die Autorin bereits 20219 getroffen.

HörStoff: Die Tüte im Fisch
Warum wir beim Thema Plastik gerne auf Tauchstation gehen
Im Ozean schwimmt ein riesiger Müllstrudel herum. Wir haben uns gewöhnt an Fischernetze, Plastikflaschen und Kunststoffkanister beim Strandspaziergang. Das lange HörStoff-Feature von Dagmar Scholle blickt mit den Augen einer Saarbrücker Meeresforscherin auf das Thema.


Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Morgen" vom 08.06.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt Pakete mit gepresstem Plastikmüll auf einer Deponie (Archivfoto: SR Fernsehen).

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