Sachsen-Anhalt: Haseloff (CDU) hofft auf starke FDP

CDU hofft auf starke FDP

Ein Gespräch mit Hauptstadt-Korrespondentin Vera Wolfskämpf vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Jochen Marmit. Onlinefassung: Rick Reitler   04.06.2021 | 07:55 Uhr

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt könnte die CDU ihren Rang als stärkste Kraft an die AfD verlieren. Nun hoffe die CDU, die Regierungsgeschäfte zusammen mit der SPD und der FDP fortführen zu können, erklärte Hauptstadt-Korrespondentin Vera Wolfskämpf im SR-Interview.

Am Sonntag, 6. Juni, wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Zurzeit regiert dort Reiner Haseloff von der CDU gemeinsam mit SPD und Grünen. Haseloff bekleidet das Amt des Ministerpräsidenten bereits seit zehn Jahren.

AfD stärkste Kraft?

Nach aktuellen Umfragen könnte die CDU ihren Rang als stärkste Kraft allerdings an die "Alternative für Deutschland" (AfD) verlieren. Nun hoffe die CDU, die Regierungsgeschäfte zusammen mit der SPD und der FDP fortführen zu können, erklärte Hauptstadt-Korrespondentin Vera Wolfskämpf im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Marmit. Denn die aktuelle schwarz-rot-grüne Koalition sei schon nach der Wahl 2016 für keine der drei Partner ein Wunschbündnis gewesen: "Sie haben sich durch fünf Jahre schwierige Regierungsarbeit durchgebissen", so Wolfskämpf.

Vier-Parteien-Koalition denkbar

Womöglich brauche es nach dem Wahlsonntag sogar eine Vier-Parteien-Koalition, damit die CDU weiterregieren könne - dann würden wohl auch die Grünen wieder mit im Regierungsboot sitzen. Doch noch stehe gar nicht fest, ob der "ungeliebte Partner" Grüne es in dem eher ländlich geprägten Bundesland überhaupt über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen könnte. Ein Bündnis zwischen CDU und AfD sei nach wie vor klar auszuschließen, betonte Wolfskämpf: Immerhin gebe es einen bundesweiten Unvereinbarkeitsbeschluss.


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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 04.06.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt Reiner Haseloff (CDU, l), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, bei einem Wahlkampftermin am 29. Mai 2021 an der Seite von Armin Laschet (CDU, r), Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Unionskanzlerkandidat (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Sebastian Willnow).

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