"Frauen, Partner und Familien ganzheitlich begleiten"

"Frauen, Partner und Familien ganzheitlich begleiten"

Ein Gespräch mit Lisa Apini-Welcland, Studiengangskoordinatorin der "Angewandte Hebammenwissenschaften" an der HTW Saar, zum internationalen Hebammentag am 5. Mai

Onlinefassung: Rick Reitler   05.05.2021 | 08:25 Uhr

Lisa Apini-Welcland, die Koordinatorin des neuen HTW-Studiengangs "Angewandte Hebammenwissenschaften", erhofft sich durch die Akademisierung des Berufs ein höheres Ausbildungslevel, eine noch bessere Zusammenarbeit mit Klinikpersonal und eine bessere Bezahlung der Geburtsthelferinnen. Ein Interview.

Eigentlich ist der Beruf der Hebamme in Deutschland ein klassischer Ausbildungsberuf. Im Saarland setzt die Politik nun auf Akademisierung: Im Wintersemester 2021/22 startet an der HTW Saar der neue duale Studiengang "Angewandte Hebammenwissenschaften".

"Evidenzbasiertes Wissen" integrieren

Für Studiengangskoordinatorin Lisa Apini-Welcland geht es vor allem darum, die "Hebammen-Kompetenz auf ein anderes Level hochzustufen", denn die Herausforderungen seien durch komplexere Schwangerschaftsverläufe gewachsen. "Evidenzbasiertes Wissen" solle in die Arbeit der Geburtshelferinnen integriert werden, um "Frauen, Partner und Familien ganzheitlich begleiten" zu können, so Apini-Welcland im Gespräch mit SR-Moderator Kai Schmieding. Außerdem erhoffe sie sich eine noch bessere Zusammenarbeit mit Medizinerinnen und Medizinern.

Langfristig für eine bessere Bezahlung

EU-weit sei Deutschland trotz seiner sehr guten Ausbildung bisher Schlusslicht bei der Akademisierung des Berufs gewesen. Langfristig trete der Studiengang auch für eine bessere Bezahlung der Hebammen ein.


Mehr zum Internationalen Hebammentag:

Über den Alltag von Hebammen in Corona-Zeiten
Audio [SR 2, Maureen Welter, 05.05.2021, Länge: 03:32 Min.]
Über den Alltag von Hebammen in Corona-Zeiten
Der Beruf einer Hebamme ist stressig und mit großer Verantwortung verbunden. Gleichzeitig verdienen die Geburtshelferinnen wesentlich weniger als zum Beispiel Ärzte und bekommen oft nur schwer eine faire Arbeitsversicherung. Kein Wunder also, dass es an Hebammen mangelt. Seit 30 Jahren findet am 5. Mai der internationale Hebammentag statt, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. SR-Reporterin Maureen Welter hat sich den Arbeitsalltag im Saarbrücker Klinikum Winterberg zu Corona-Zeiten angeschaut. (Foto: Klinikum Saarbrücken)


Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Morgen" vom 05.05.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt eine Hebamme (r.) bei der Untersuchung einer werdenden Mutter (Archivfoto: SR Fernsehen).

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