Ausstellung zum Gedenken an "Gurs 1940"

Ausstellung "Gurs 1940"

Ein Beitrag zur Gedenkausstellung anlässlich der Deportation von Jüdinnen und Juden im Oktober 1940 ins südfranzösische Gurs

Patrick Wiermer. Onlinefassung: Rick Reitler   08.04.2021 | 07:15 Uhr

Am 8. April, dem Gedenktag für die Opfer der Shoa, eröffnet eine Ausstellung an mehreren Orten im Saarland und im Internet, die die Deportation von Jüdinnen und Juden im Oktober 1940 ins südfranzösische Gurs dokumentiert.

Auch wenn die Pyrenäen am ganz anderen Ende von Frankreich liegen - sie sind eng mit der Geschichte der Saarlandes verbunden. Dort war am 22. Oktober 1940, mitten im Zweiten Weltkrieg, das Lager Gurs Ziel der Deportation von 134 Jüdinnen und Juden aus dem Saarland. Sie wurden zusammen mit mehr als 6300 anderen aus Baden und der Pfalz nach Gurs verbracht - viele fanden dort den Tod.

Gedenktag 8. April

Am 8. April, dem Gedenktag für die Opfer der Shoa, zugleich der israelische Nationalfeiertag, eröffnet dazu eine jeweils loka aufgearbeitete Ausstellung in Saarbrücken, St. Wendel, Homburg und im Internet.

SR-Reporter Patrick Wiermer hat sich die dazugehörige Webseite schon angesehen und mit Sabine Graf von der Landeszentrale für politische Bildung über die Ausstellung gesprochen.


Die Ausstellungsorte im Saarland:


Bis zum 7. Mai 2021
Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken
Am Schlossplatz 2, 66119 Saarbrücken

Bis zum 25. April 2021
Evangelische Stadtkirche St. Wendel
Beethovenstraße 1, 66606 St. Wendel

Bis zum 16. Juli 2021
Stadtarchiv Homburg
Kaiserstraße 41, 66424 Homburg

Im Netz: www.gurs1940.de


Weitere Informationen: https://gurs.saarland


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Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Morgen" vom 08.04.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt die Gedenkstätte für die deportierten Juden vom Oktober 1940 an der Siersburger Kirche St. Martin (Foto: SR / Patrick Wiermer)

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