Im Saarland keinerlei Öffnungsperspektive in Sicht

Im Saarland keinerlei Öffnungsperspektive in Sicht

Ein Gespräch mit Florian Mayer, SR-Landespolitikredaktion, über die Lockdown-Beschlüsse der Bund-Länder-Runde vom 23. März 2021

Holger Büchner. Onlinefassung: Rick Reitler   23.03.2021 | 07:20 Uhr

Offene Restaurants, Kneipen oder Kinos im Saarland bleiben nach den neuen Lockdown-Verschärfungen bis auf Weiteres "kein Thema". Ministerpräsident Tobias Hans hoffe weiter auf hohe Test- und niedrige Infektionszahlen, so Florian Mayer aus der SR-Landespolitikredaktion.

In den frühen Morgenstunden des 23. März hat Bundeskanzlerin Angela Merkel verschärfte Lockdown-Pläne vorgestellt, die nach elfstündigen Verhandlungen mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten vereinbart wurden.

Verschärfte Regeln zu Ostern

Demnach wird der bestehende Lockdown bis vorerst zum 18. April verlängert, und von Gründonnerstag bis Ostermontag soll in ganz Deutschland sogar das ohnehin seit Monaten eingeschränkte öffentliche Leben noch weiter heruntergefahren werden. An Familientreffen dürfen dann nur noch maximal fünf Menschen teilnehmen.

Weitere Öffnungen kein Thema mehr

Offene Restaurants, Kneipen oder Kinos im Saarland seien bis in den April hinein wegen der mehrfachen Auflagen für solche Orte "kein Thema", erklärte Florian Mayer aus der SR-Landespolitikredaktion im Gespräch mit SR-Moderator Holger Büchner.

Sollte das Saarland eine Modellregion werden wollen, in der zumindest unter diesen strengen Auflagen gewisse Öffnungen gestattet werden, so müssten sich noch mehr Menschen freiwillig testen lassen. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) habe bereits einen entsprechenden "Systemwechsel" für die Zeit nach Ostern angekündigt. Sein Maßstab sei nach wie vor die Entwicklung der Infektionszahlen, so Mayer.


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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 23.03.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt den dunklen Gastraum eines geschlossenen Restaurants (Archivfoto: Sebastian Knöbber).

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