Wer erweckt den "toten Raum" Quartier Eurobahnhof zum Leben?

Wer erweckt das Quartier Eurobahnhof zum Leben?

Ein Ausblick auf die Zukunft des Areals rund um den Saarbrücker Hauptbahnhof - 20 Jahre nach Einweihung des Vorplatzes

Stephan Deppen. Onlinefassung: Rick Reitler   05.02.2021 | 07:45 Uhr

Ein modernes, urbanes Viertel sollte auf den 20 Hektar Gelände nördlich des Bahnhofs mitten in der Landeshauptstadt entstehen - doch 20 Jahre nach Beginn der Umgestaltung scheiden sich die Geister am "Quartier Eurobahnhof". OB Conradt hofft auf "Weiterentwicklung".

Das Büro-Gebäude Ergosign am Quartier Eurobahnhof in Saarbrücken (Foto: André Mailänder)
Das Ergosign-Gebäude im Euroquartier (Foto: André Mailänder)


Als am 6. Februar 2001 der neue Bahnhofsvorplatz im Herzen der Landeshauptstadt eingeweiht wurde, bemühte sich sogar der damalige Bahn-Chef Hartmut Mehdorn nach Saarbrücken. Seitdem wurde vor allem das Areal hinter der Gleisanlage umgekrempelt: Im rund 20 Hektar großen "Quartier Eurobahnhof" zwischen Bahnhof und Wohnviertel Rodenhof sind hauptsächlich architektonisch interessante Bürogebäude, Hotels und Parkplätze entstanden.

"Verloren, schwierig, tot"

Für den Architekturprofessor Stephan Ochs von der HTW Saar wird im Quartier Eurobahnhof viel Potenzial verschenkt. Im Interview mit SR-Reporter Stephan Deppen sprach Ochs von einem "toten", "verlorenen" und "schwierigen" Raum. Die Menschen neigten dazu, das Gelände nachts lieber zu meiden.

OB Conradt hofft auf Weiterentwicklung

Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU), der wegen der vakanten Leitungsposition im Saarbrücker Baudezernat derzeit selbst als Interimsbauderzernent fungiert, hofft dagegen auf eine "Weiterentwicklung" des Areals. Gründlichkeit aber gehe hier vor Schnelligkeit, so Conradt.


Ein Rückblick:

20 Jahre neuer Bahnhofsvorplatz in Saarbrücken
Audio [SR 2, Stephan Deppen, 04.02.2021, Länge: 03:14 Min.]
20 Jahre neuer Bahnhofsvorplatz in Saarbrücken
Seit 20 Jahren hat sich vor dem Saarbrücker Hauptbahnhof relativ wenig, hinter den Gleisen mit dem rund 20 Hektar großen Euroquartier aber ziemlich viel getan. Doch die Meinungen über das Areal mit seinen Bürogebäuden, Parkplätzen und Hotels sind geteilt, wie SR-Reporter Stephan Deppen berichtet.


Der Haupteingang des Eurobahnhofs Saarbrücken (Foto: SR)
Der Haupteingang des Eurobahnhofs Saarbrücken

Blick aus der Reichstraße auf den Hauptbahnhof Saarbrücken in den 1930er Jahren (Foto: SR)
Blick aus der Reichstraße auf den Hauptbahnhof Saarbrücken in den 1930er Jahren


Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" am 04.02.2021 und in "Der Morgen" vom 05.02.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Archivbild ganz oben zeigt ein Gebäude der Firma "Ergosign" in der Saarbrücker Europaallee nördlich des Hauptbahnhofs (Foto: Martin Breher).

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