Lübcke-Prozess kurz vor der Urteilsverkündung

Lübcke-Prozess kurz vor dem Urteilsspruch

Ein Gespräch mit der ARD-Gerichtsreporterin Heike Borufka

Jochen Marmit. Onlinefassung: Rick Reitler   28.01.2021 | 06:15 Uhr

Es war ein langer Prozess voller Überraschungen, der wahrscheinlich mit einer stundenlangen Urteilsverlesung zu Ende gehen wird: der Prozess um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. ARD-Gerichtsreporterin Heike Borufka blickt zurück.

tagesschau.de: Mordfall Lübcke
Höchststrafe für Hauptangeklagten
Im Prozess um den Mord an dem Kasseler Regierungsrat Lübcke ist der Hauptangeklagte zur Höchststrafe von 15 Jahren mit Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Der Mitangeklagte erhielt eine Bewährungsstrafe.

44 Prozesstage in fast acht Monaten - so lange hat das Oberlandesgericht in Frankfurt am Main gebraucht, um alle Aussagen, Beweise und Plädoyers im Fall um den im Juni 2019 getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke auszuwerten. Am 28. Januar soll das Urteil über die beiden Angeklagten Stephan E. und Markus H. gesprochen werden, die Lübcke aus rechtsradikalen Motiven umgebracht haben sollen.

ARD-Gerichtsbeobachterin Heike Borufka blickt im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Marmit zurück auf einen Prozess voller Überraschungen - und voraus auf eine höchstwahrscheinlich stundenlange Urteilsverlesung.

Hintergrund:


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Ermittlungsstand nach einem Jahr
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Am 1. Juni 2019 wurde der damalige Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke auf der Terasse vor seinem Haus erschossen. Zwei Wochen nach dem Attentat wurde Stephan E. festgenommen, der die Tat erst gestand, später aber sein Geständnis wieder zurücknahm. Ende April hat die Bundesanwaltschaft Stephan E. angeklagt. SR-Moderator Jochen Marmit hat mit Gerichtsreporterin Heike Borufka über den Stand der Ermittlungen gesprochen.


Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Morgen" am 28.01.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt den Vorsitzenden Richter Thomas Sagebiel (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool | Boris Roessler).

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