Wenn der Bildschirm zur Lehrkraft wird

Wenn der Bildschirm zur Lehrkraft wird

Ein Gespräch mit dem Medienjournalisten Michael Meyer über Lernangebote im Fernsehen und im Netz

Kai Schmieding. Onlinefassung: Rick Reitler   12.01.2021 | 08:25 Uhr

Die ARD bietet auf ihrem Bildungskanal "ARD alpha" seit Kurzem wieder ein lineares Schulfernsehen an: Ausgestrahlt werden Videos, die bislang nur online zu sehen waren. Auch andere Sender sind in Sachen Bildungsauftrag wieder ziemlich aktiv, wie der Medienjournalist Michael Meyer im SR-Interview erläutert.

Noch immer sind Schülerinnen und Schüler auf "Home-Schooling" angewiesen: Lerninhalte müssen zu Hause durchgegangen und vertieft werden. Die Situation stellt sowohl die Lehrkräfte als auch Eltern und ihre Kinder auf eine harte Probe.

ARD alpha reagiert

Die ARD bietet seit dem 11. Januar auf ihrem Bildungskanal "ARD alpha" wieder ein lineares Schulfernsehen an: Ausgestrahlt werden Videos, die bislang nur online zu sehen waren. Auch andere Sender sind in Sachen Bildungsauftrag wieder ziemlich aktiv, sei es per Spartenkanal oder auf Online-Plattformen, die zum Immer-Wieder-Anschauen im Netz einladen.

Der Medienjournalist Michael Meyer gibt im Gespräch mit SR-Moderator Kai Schmieding einen kritischen Überblick über die Angebote.

Der Blick über die Grenze:

Wie organisieren Frankreich, Österreich und Polen den Unterricht?
Audio [SR 2, Marcel Wagner, Srdjan Govedarica, Michael Reinartz , 12.01.2021, Länge: 03:58 Min.]
Wie organisieren Frankreich, Österreich und Polen den Unterricht?
Verlängerte Weihnachtsferien, Home-Schooling, Wechseluntericht oder einfach ganz normaler Präsenzunterricht - die Regierungen in ganz Europa reagieren mit unterschiedlichen Maßnahmen für schulpflichtige Kinder auf die Corona-Krise. Frankreich etwa lehnt trotz gut ausgebauter digitalen Lernplattformen die Schließung von Kindergärten und Schulen im Einklang mit kinderärztlichen Empfehlungen ab; nur ein Teil der Oberstufen muss mit Wechselunterricht klarkommen. In Österreichs Sonderschulen ist ebenfalls Präsenzunterricht angesagt; die übrigen Schulen im Alpenstaat können auf Elternwunsch als Orte der Kinderbetreuung dienen. Längst wird in Wien über eine allgemeine Wieder-Eröffnung der Lehranstalten und freiwillige Test-Kits für Schülerinnen und Schüler ab dem 18. Januar diskutiert. Auch in Polen wird über die allmähliche Rückkehr kleiner Kinder in die Klassenräume gesprochen: Für die Erst- bis Drittklässler wird es ab Montag, 18. Januar, wieder Präsenzunterricht geben, weil nach Ansicht der Politik den Eltern das Home-Schooling nicht mehr zuzumuten war. Bestimmte ältere Jahrgänge könnten im Februar folgen.


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Der Kinder- und Jugendarzt Prof. Markus Knuf hat die Pläne zu erneuten Schulschließungen im SR-Interview kritisiert. Anstatt Lösungen für den Präsenzunterricht zu präsentieren, greife die Politik nun schon wieder auf diese "sehr einfachen Maßnahme" zurück - zum vielfältigen Nachteil der Betroffenen.


Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Morgen" am 12.01.2021 auf SR 2 KulturRadio.

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