Irena Veisaité ist tot - ein Porträt

Zum Tod von Irena Veisaité (1928 - 2020)

Ein Porträt von Judith Leister, gelesen von Tilla Fuchs   14.12.2020 | 13:05 Uhr

Die litauische Literatur- und Theaterwissenschaftlerin Irena Veisaitė ist tot. Sie starb am 11. Dezember im Alter von 92 Jahren. Veisaitė überlebte den Holocaust und glaubte dennoch zeitlebens an die verbindende Kraft der Kultur. Ein Porträt von Judith Leister, gelesen von Tilla Fuchs.

Sie überlebte den Holocaust und glaubte dennoch zeitlebens an die verbindende Kraft der Kultur: Die litauische Literatur- und Theaterwissenschaftlerin Irena Veisaitė ist am Freitag, 11. Dezember, im Alter von 92 Jahren gestorben. 

Erinnerungen an die Kriegszeit

Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 war Veisaitė im Ghetto Kaunas inhaftiert. Das Ende des Zweiten Weltkriegs hat die Litauerin jüdischer Herkunft in Vilnius erlebt, getarnt als christliche Waise in der Familie eines litauischen Offiziers. In ihrem Erinnerungsbuch "Ein Jahrhundertleben in Litauen" hat Veisaité zusammen mit ihrem Landsmann Aurimas Svedas über die Bestatzung und die Zeit danach geschrieben. Judith Leister hatte noch vor kurzem die Gelegenheit, Irena Veisaité in Vilnius zu besuchen.

Irena Veisaité und Arimas Svedas
Ein Jahrhundertleben in Litauen

Übersetzt von Claudia Sinnig
Wallstein Verlag, 428 Seiten, 24,00 Euro


Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 14.12.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Foto ganz oben zeigt die litauische Literatur- und Theaterwissenschaftlerin Irena Veisaite (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Martin Schutt).

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