Hohe Bereitschaft für mehr Restriktionen in den Ländern

Hohe Bereitschaft für mehr Restriktionen in den Ländern

Ein Gespräch mit Nina Barth, ARD-Hauptstadtstudio, über die Reaktionen auf Söders verschärften Zehn-Punkte-Plan

Sonja Marx. Onlinefassung: Rick Reitler   07.12.2020 | 07:45 Uhr

ARD-Hauptstadtkorrespondentin Nina Barth sieht bei den Landesregierungen eine starke Bereitschaft, die Corona-Verordnungen nach dem Vorbild Bayerns weiter zu veschärfen. Sie rechne deshalb mit einer erneuten Bund-Länder-Konferenz noch vor Weihnachten, so Barth im SR-Interview.

Am Nikolaustag hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, den Katastrophenfall auszurufen und die Corona-Beschränkungen ab dem 9. Dezember weiter zu verschärfen: Er will u. a. mit Ausgangsbeschränkungen, Alkoholverbot und Wechselunterricht einen Zehn-Punkte-Plan durchsetzen, der über die gerade erst gemeinsam getroffenen Bund-Länder-Beschlüsse hinausgeht.

Konferenz nonch vor Weihnachten?

Nina Barth vom ARD-Hauptstadtstudio sieht auch bei den übrigen Landesregierungen mehrheitlich die Bereitschaft, im Sinne von Söder Vorstoß ihre Verordnungen zu verschärfen. Sie rechne mit einer erneuten Bund-Länder-Konferenz noch vor Weihnachten - und nicht erst wie ursprünglich geplant am 4. Januar, so Barth im Gespräch mit SR-Moderatorin Sonja Marx.

Hintergrund

In Bayern werden die Corona-Regeln nach dem Willen von Ministerpräsident Markus Söder noch einmal verschärft: Ab Mittwoch, 9. Dezember, darf man u. a. das Haus nur noch aus triftigem Grund verlassen, ab der 8. Klasse gehen Schulklassen in den Wechselunterricht, es gelten ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit ebenso wie nächtliche Ausgangssperren, und Besucher von Alten- und Pflegeheimen müssen nicht nur eine FFP2-Maske tragen, sondern auch einen negativen PCR-Test vorweisen.

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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 07.12.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, nach der Kabinettssitzung vom 6. Dezember zur weiteren Entwicklung in der Corona-Krise (Foto: picture alliance/dpa | Matthias Balk).

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