Frankreichs Kulturszene verzweifelt und wütend

Frankreichs Kulturszene verzweifelt und wütend

Ein Beitrag zum Zustand der französischen Kulturbranche wenige Tage nach dem Lockdown

Sabine Wachs. Onlinefassung: Rick Reitler   03.11.2020 | 15:40 Uhr

Auch in der französischen Kulturbranche hat der Lockdown für einen Donnerschlag gesorgt: Die Umsätze fehlen, die Kosten bleiben konstant, die Schulden aber steigen ebenso wie Angst, Verzweiflung und Wut unter den Betroffenen, wie Frankreich-Korrespondentin Sabine Wachs festgestellt hat.

Der französische Staat hat zwar finanzielle Hilfen zugesagt - doch der auf unbestimmte Zeit verhängte Lockdown bedroht ähnlich wie auch in Deutschland die Existenz von hunderttausenden, wenn nicht Millionen Menschen.

Schulden, Angst und Wut steigen

Sehr hart trifft es auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kultursektor. Ihre Theater, Museen und Kinosäle wurden nach nur einem Monat Erholungsphase landesweit wieder geschlossen. Die Umsätze fehlen, die Kosten bleiben konstant, die Schulden aber steigen ebenso wie Angst, Verzweiflung und Wut, wie Frankreich-Korrespondentin Sabine Wachs festgestellt hat.


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Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 03.11.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt Leere Sitze in einem Kinosaal (Foto: Pixabay/mermyhh).

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