Paris vor der Ausgangssperre: "Die Einsicht der Menschen überwiegt"

"Die Einsicht der Menschen überwiegt"

Ein Gespräch mit dem Journalisten Julian Bernstein zur Lage in Paris am Tag vor Beginn der Ausgangssperre

Kai Schmieding. Onlinefassung: Rick Reitler   16.10.2020 | 07:45 Uhr

Der saarländische Journalist und Wahl-Pariser Julian Bernstein geht davon aus, dass die meisten Einwohner von Paris die Ausgangssperre akzeptieren werden, weil "das Land mit dem Rücken zur Wand" stehe: "Die Einsicht der Menschen überwiegt, auch wenn natürlich alle über die Maßnahme stöhnen."

Wegen der stark angestiegenen Corona-Infektionszahlen hat Frankreich ab Samstag, 17. Oktober, eine Ausgangssperre angeordnet. Sie gilt zwischen 21.00 und 6.00 Uhr in neun französischen Großstädten, darunter Paris.

Kollaps des Gesundheitssystems?

Der saarländische Journalist und Wahl-Pariser Julian Bernstein geht davon aus, dass die meisten Einwohner die Einschränkung akzeptieren werden, weil "das Land mit dem Rücken zur Wand" stehe: Schon Anfang November drohe der "Kollaps des Gesundheitssystems", falls es nicht gelinge, "zumindest das Wachstum der Infektionszahlen abzuschwächen", so Bernstein im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger. "Die Einsicht der Menschen überwiegt, auch wenn natürlich alle über die Maßnahme stöhnen".


Ein Kommentar von Paris-Korrespondent Marcel Wagner
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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 16.10.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt Passanten mit Mund-Nasen-Bedeckungen in Paris (Foto: dpa / AP / Lewis Joly).

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