Kann Berlin am 14. Oktober das Regel-Wirrwarr beenden?

Kann Berlin das Regel-Wirrwarr beenden?

Ein Gespräch mit Hauptstadt-Korrespondent Uwe Lueb am Tag vor dem Treffen der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten im Bundeskanzleramt

Thomas Shihabi. Onlinefassung: Rick Reitler   14.10.2020 | 09:30 Uhr

Beim Treffen der Länderchefs im Bundeskanzleramt am 14. Oktober werde es vor allem darum gehen, dass Wirrwarr der Corona-Regeln auf eine einheitliche Linie zu bringen, meint ARD-Hauptstadtkorrespondent Uwe Lueb. Doch das könnte sich als schwierig erweisen, denn viele Ideen seien umstritten.

Werden am 14. Oktober noch härtere Corona-Einschränkungen für ganz Deutschland auf den Weg gebracht? Oder stellen die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der 16 Länder bei der Konferenz mit Angela Merkel - übrigens auf Drängen von Kanzleramtschef Braun erstmals seit dem 12. März bei persönlicher Anwesenheit im Bundeskanzleramt, nicht mehr per Video-Schalte - die Weichen auf Lockerungen?

"Gewisse Schärfe in der Debatte"

Auf jeden Fall werde es darum gehen, das Regel-Wirrwarr überhaupt zu beenden und trotz Föderalismus eine einheitliche Linie zu finden, meint ARD-Hauptstadtkorrespondent Uwe Lueb. "Ob das gelingt, ist nochmal eine andere Frage", sagte er im Gespräch mit SR-Moderator Thomas Shihabi. Immerhin sei bereits "eine gewisse Schärfe in die Debatte 'reingekommen" - zum Beispiel beim Streit um Beherbergungsverbote. Auch bei der Strafhöhe für "Maskenverweigerer" gebe es unterschiedliche Meinungen, etwa zwischen Bayern und Berlin.

Einige Ideen, kein Konsens

Um die Kapazitätsgrenzen der Gesundheitsämter bei der Kontakt-Nachverfolgung nicht zu übertreten und einen erneuten Lockdown zu verhindern, lägen weitere Ideen auf dem Tisch - vom verstärkten Einsatz der Bundeswehr bis zur Verlängerung der Weihnachtsferien. Doch auch diese Maßnahmen stießen nicht überall auf Zustimmung, erläuterte Lueb.

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Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 13.10.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt das Bundeskanzleramt in Berlin (Foto: Pixabay / PixelAnarchy).

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