Kultusministertreffen im Kanzleramt: am Ende wenig Konkretes

Am Ende wenig Konkretes

Ein Gespräch mit Hauptstadtkorrespondent Kilian Pfeffer über das Spitzentreffen der Kultusminister im Kanzleramt am 21. September 2020

Holger Büchner. Onlinefassung: Rick Reitler   22.09.2020 | 07:25 Uhr

Manch unverbindliche Absichtserklärung, aber wenig Konkretes zum Thema Schule und Digitalisierung in Corona-Zeiten - dieses Resumee zieht Hauptstadtkorrespondent Kilian Pfeffer nach dem Spitzentreffen der Kultusminister im Kanzleramt. Die nächste Konferenzrunde zum Thema "Lüftungshygiene" sei allerdings schon fix.

Kein Internet-Breitbandanschluss, unzeitgemäße Ausstattung, schlechte Belüftung, mangelnde Hygiene: Wie soll es mit dem Schulunterricht angesichts der Corona-Politik der Bundesregierung weitergehen? Darüber haben die deutschen Kultusminister am 21. September im Berliner Kanzleramt beraten.

"10-Euro-Internet-Flatrate"

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Audio [SR 3, Interview: Simin Sadeghi, 22.09.2020, Länge: 03:09 Min.]
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Der ganz große Wurf ist nach Einschätzung von Hauptstadtkorrespondent Kilian Pfeffer nicht gelungen. Ein Bekenntnis zu zügigem Ausbau schnellerer Internetverbindungen an Schulen habe es nur als "unverbindliche Absichtserklärung" gegeben, sagte Pfeffer im Gespräch mit SR-Moderator Holger Büchner. Der Bund wolle aber bis Jahresende zusätzliche 500 Millionen Euro für die digitale Ausstattung der Schulen locker machen.

Konkret hätten die Bildungspolitiker sich wohl nur auf eine "10-Euro-Internet-Flatrate" für Schülerinnen und Schüler und auf einen weiteren Konferenztermin geeinigt: Am 23. September wolle man sich nun Expertenmeinungen zum Thema "Lüftungshygiene" anhören.

Weitere Informationen:

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Von Drangsal und Harmonie
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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" am 22.09.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt das Ergebnis einer Bandbreitenmessung am Laptop (Foto: SR / Sarah Sassou).

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