Über die Pflichten der deutschen Auslandsurlauber

Wenn überhaupt, dann besser Pauschalreise

Ein Gespräch mit dem Reiserechtsexperten Kay P. Rodrega über Urlaub in Corona-Zeiten

Jochen Marmit. Onlinefassung: Rick Reitler   04.08.2020 | 11:10 Uhr

Der Reiserechtsexperte Kay P. Rodrega empfiehlt Auslandsurlaubern zurzeit Pauschalreisen, da diese im Falle einer Reisewarnung mehr finanziellen Schutz böten. Im SR-Interview sprach Rodrega auch über die neuen Pflichten, denen sich Reisende bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet zu unterwerfen hätten.

Wer im Sommer 2020 in den Urlaub fahren möchte oder auch nur vor hat, einen Urlaub zu planen, der hat es nicht leicht. Flüge werden von heute auf morgen storniert, der Urlaubsort kann über Nacht zum Risikogebiet erklärt werden, die Angebote vor Ort sind oft stark eingeschränkt, und wenn es blöd läuft, muss man wieder stornieren oder zu Hause in Quarantäne.

Risiko-Liste des RKI entscheidend

Der Reiserechtsexperte Kay Rodegra wies im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Marmit darauf hin, dass jene Urlaubsreisende sich "ab dieser Woche, voraussichtlich" einer Corona-Testpflicht zu beugen hätten, deren Urlaubsland "auf der Risiko-Liste des RKI, des Robert-Koch-Instituts", stehe. Außerdem müsse man sich beim "örtlichen Gesundheitsamt" melden und in Quarantäne gehen. "Nur mit einem negativen Test kann man diese Quarantäne eben verkürzen", sagte Rodegra. Bei Verstößen drohten erhebliche Bußgelder.

Schutz durch Pauschalreiserecht

Auf eigene Faust irgendwo hin zu reisen, sei aus finanzieller Sicht zurzeit nicht unbedingt empfehlenswert: Falls eine Reisewarnung verhängt werde, habe man "als Pauschaltourist" allerdings "die Möglichkeit, kostenfrei vom Reisevertrag zurückzutreten". In diesem Falle brauche man nicht einmal eine Reiserücktrittsversicherung, so Rodegra.

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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 04.08.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt Urlauber an einem See in der französischen Region Grand Est (Foto: SR Fernsehen).

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