Gesundheitsminister wollen Urlaubsrückkehrer testen lassen

Tests für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten geplant

Ein Gespräch mit ARD-Hauptstadtkorrespondent Lennart Seebald zu den aktuellen Plänen der deutschen Gesundheitsminister in Bund und Ländern

Katrin Aue. Onlinefassung: Rick Reitler   23.07.2020 | 07:45 Uhr

Wer aus Corona-Risikogebieten im Ausland nach Deutschland einreist, soll offenbar künftig unmittelbar nach der Landung auf das Virus getestet werden. Auf eine entsprechende Empfehlung haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern grundsätzlich verständigt.

Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder haben sich mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) offenbar auf strengere Vorschriften für Urlaubsrückkehrer geeinigt. Demnach sollen Urlauber, die aus aus Corona-Risikogebieten im Ausland nach Deutschland einfliegen, künftig gleich auf das Virus getestet werden und ggfs. in Quarantäne geschickt werden.

"Viele Fürsprecher"

"Es deutet schon jetzt vieles darauf hin, dass es Testzentren an Flughäfen geben könnte", bestätigte ARD-Hauptstadtkorrespondent Lennart Seebald im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue. Dafür gebe es zumindest viele Fürsprecher. So hätten sich etwa SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, für solche Testzentren an Flughäfen ausgesprochen.

Ein endgültiger Beschluss aus Berlin liege allerdings noch nicht vor; Details sollen auf einer weiteren Gesundheitsminister-Schaltkonferenz am Freitag, 24. Juli, besprochen werden.

Tests in Saarbrücken möglich

Der Sprecher des Saarbrücker Flughafens, Ludwin Vogel, sagte dem SR, dass eine Corona-Teststelle auch in Ensheim grundsätzlich machbar sei. Noch habe die Landesregierung aber keine entsprechende Teststation angefordert.


Ein Thema u. a. in den SR-Hörfunknachrichten vom 22.07.2020 und in der Sendung "Der Morgen" vom 23.07.2020. Das Symbolbild ganz oben zeigt einen Corona-Warnhinweis am Saarbrücker Flughafen (Archivfoto: SR/Patrick Wiermer).

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