Kommentar: "Kleine Schritte, auf die es ankommt"

"Kleine Schritte, auf die es ankommt"

Die Meinung von SR-Reporterin Carolin Dylla zum zweiten "Aktionsplan gegen Armut" der saarländischen Landesregierung

Carolin Dylla. Onlinefassung: Rick Reitler   18.06.2020 | 08:10 Uhr

Für SR-Reporterin Carolin Dylla enthält der zweite "Aktionsplan gegen Armut" des saarländischen Sozialministeriums durchaus einige "kleine Schritte", die die Lage der Betroffenen verbessern könnten. Viele Absichtserklärungen seien allerdings nicht neu oder blieben in der Sphäre "Wäre schön" hängen, so Dylla in ihrem Kommentar.

Carlin Dylla aus der SR Landespolitik-Redaktion (Foto: SR / Pasquale D Angiolillo)
Carlin Dylla (Foto: Pasquale D Angiolillo)


Nach rund zweieinhalb Jahren des Wartens hat die saarländische Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) am 17. Juni ihren zweiten "Aktionsplan zur Armutsbekämpfung" vorgestellt. Er war in Zusammenarbeit mit dem 23-köpfigen Beirat zur Armutsbekämpfung entstanden.

Vieles in der Sphäre "Wäre schön"

Zwar enthalte der Kompromiss einige durchaus lobenswerte konkrete Projekte - in weiten Teilen liste er aber lediglich Projekte, Programme oder Fördermöglichkeiten auf, die es schon gebe oder die bereits länger angekündigt worden seien, meint SR-Reporterin Carolin Dylla. Zudem blieben die meisten Ideen des Aktionsplans in der Sphäre "Wäre schön" hängen. Doch es gebe eben auch einige "kleine Schritte, auf die es ankommt".

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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 18.06.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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