Frankreichs Corona-Tracing-App geht an den Start

Corona-Tracing-App geht an den Start

Frankreich-Korrespondentin Sabine Wachs über die Debatte zur Corona-Tracing-App in Frankreich

Sabine Wachs   02.06.2020 | 07:40 Uhr

In Frankreich nimmt das öffentliche Leben mit der Öffnung von Bars, Cafés, Restaurants, Museen und Campingplätzen wieder Fahrt auf. Das macht das Nachverfolgen von Corona-Infektionsketten wieder schwieriger. Helfen soll dabei eine umstrittene Tracing-App, die jetzt zum Download bereit steht. Frankreich-Korrespondentin Sabine Wachs über ein heikles Thema.

"Die Corona-Warn-App ist keine Wunderwaffe gegen die Pandemie. Aber es ist ein Instrument, das es uns zusammen mit anderen Maßnahmen ermöglicht, gegen diese Pandemie zu kämpfen - noch effizienter, als wir es jetzt schon tun." Das erklärte Frankreichs Premierminister Edouard Philippe in seiner Rede zu den neuen Lockerungen.

"Stop Covid"

"Stop Covid" ist freiwillig und funktioniert über Bluetooth. Hat man sich über 15 Minuten in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten, dann erhält man einen Alarm in der eigenen App und kann sich selbst testen lassen oder freiwillig in Quarantäne begeben.

Anders, als es für die deutsche App geplant ist, werden in Frankreich die gesammelten Daten zentral auf einem Server gespeichert. Daher ist die französische App aller Voraussicht nach mit der deutschen dezentralen App nicht kompatibel, auch wenn viele Kriterien gleich sind.

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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 02.06.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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