"Phänomen Rechtsextremismus" jahrelang falsch eingeschätzt

"Phänomen Rechtsextremismus" jahrelang falsch eingeschätzt

Ein Gespräch mit dem Journalisten und Rechtsextremismus-Experten Olaf Sundermeyer vor der ersten Tagung des Kabinettsausschusses gegen Rechtsextremismus und Rassismus

Jochen Marmit. Onlinefassung: Rick Reitler   20.05.2020 | 07:55 Uhr

Der Rechtsextremismus-Experte Olaf Sundermeyer hat im SR-Interview anlässlich der ersten Tagung des Kabinettsausschuss gegen Rechtsextremismus und Rassismus weitere Schritte im Kampf gegen die extreme Rechte gefordert. Jahrelang sei das Phänomen falsch eingeschätzt worden.

Am 20. Mai 2020 tagt zum ersten Mal der "Kabinettsausschuss gegen Rechtsextremismus und Rassismus". Die Bundesregierung hatte ihn nach den Ereignissen von Kassel, Halle und Hanau vor rund drei Monaten ins Leben gerufen.

"Auf jeden Fall rechtzeitig"

Der Autor, Journalist und Rechtsextremismus-Experte Olaf Sundermeyer ist der Meinung, dass der Ausschuss auf jeden Fall rechtzeitig kommt: "Natürlich muss man sagen, dass jahrelang das Phänomen Rechtsextremismus in seiner Gefahr für die Demokratie falsch eingeschätzt wurde", sagte er im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Marmit. Sowohl die "politische Spitze" als auch "die Sicherheitsbehörden" hätten das Problem unterschätzt.

"Nun müssen Schritte folgen"

Spätestens seit dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke gebe es allerdings einen "breiten politischen Konsens" - mit Ausnahme der AfD. Nun müssten "Schritte folgen".


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 20.05.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt den Rechtsextremismus-Experten Olaf Sundermeyer (Foto: Ekko von Schwichow).

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