Selbstgenähte Behelfs- oder Alltagsmasken liegen auf einem Tisch (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

Corona-Krise aktuell

Die Lage in der Region am Morgen des 15. Mai 2020

Florian Mayer. Mit Informationen des saarländischen Gesundheitsministeriums. Onlinefassung: Rick Reitler   15.05.2020 | 06:00 Uhr

Stand Donnerstag Abend, 14. Mai, 18.00 Uhr, gab es im Saarland noch 154 Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind - drei Personen weniger als zum gleichen Zeitpunkt 24 Stunden zuvor. Außerdem gab es zwölf Geheilte mehr - aber auch zwei Todesfälle mehr.

Das Saarland-Update vom 15.05.2020
Audio [SR 1, Floarian Mayer, 15.05.2020, Länge: 03:38 Min.]
Das Saarland-Update vom 15.05.2020

Die aktuellen Zahlen

Stand Donnerstag Abend, 14. Mai, 18.00 Uhr, gab es im Saarland noch insgesamt 154 Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind - drei Personen weniger als zum gleichen Zeitpunkt 24 Stunden zuvor.

Von diesen 154 positiv Getesteten werden noch 54 Personen stationär behandelt (plus eins), aber nur noch 16 Patienten auf einer Intensivstation - vier Patienten weniger als tags zuvor. Die Zahlen stammen vom Gesundheitsministerium des Saarlandes.

Zwei Todesfälle und zwölf Geheilte mehr

Insgesamt wurden laut Gesundheitsministerium seit Beginn der Krise landesweit genau 2656 Covid19-Infektionen bestätigt - elf mehr als 24 Stunden zuvor. 151 positiv getestete Menschen seien inzwischen an oder mit dem Virus gestorben (plus zwei). Auf der anderen Seite gibt es nun zwölf geheilte Personen mehr als 24 Stunden zuvor - insgesamt 2351.


Aktuelle Fallzahlen
Neun neue Corona-Infektionen

Der Fahrplan für die Schulen

Das saarländische Bildungsministerium hat am 14. Mai einen Plan vorgestellt, der es ermöglichen soll, dass bis zu den Sommerferien für alle Schülerinnen und Schüler an allen Schulformen nochmal Präsenzunterricht stattfinden kann. Los geht es mit den Schülern, die einen besonderen Förderbedarf haben, bereits am kommenden Montag.

Darunter fallen laut Bildungsministerium beispielsweise Kinder, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen, Lernschwierigkeiten haben, Sprachförderung brauchen, aber auch wer zum Beispiel daheim schlicht nicht die notwendige Technik und Ausstattung hat, um rein digital lernen zu können.

Ab dem 25. Mai werden dann alle Grundschüler wieder Unterricht bekommen. Allerdings in einem rollierenden System: eine Woche Präsenzunterricht, eine Woche Lernphase daheim. An dem Tag starten auch die Klassenstufen 5 und 6 an den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen. Am 2. Juni folgen die Klassen 7 und 8. Für die Klassenstufen 9, 10 und 11, die Berufs- und die Förderschulen gibt es individuell zugeschnittene Startzeitpunkte und Rhythmen mit Blick auf den Präsenzunterricht.

Daran zeigt sich, wie kompliziert das Versprechen aus dem saarländischen Bildungsministerium ist, dass alle saarländischen Schüler vor den Sommerferien (Beginn 6. Juli) noch einmal eine Schule von Innen sehen werden.

Der Saarländische Lehrerinnen und Lehrerverband (SLLV) hat zwar die Ausweitung des Präsenzunterrichtes begrüßt, gleichzeitig aber auch kritisch angemerkt, dass es aus ihrer Sicht besser wäre, nicht so viele Schüler auf einmal gleichzeitig wieder starten zu lassen.

Nur noch ein Corona-Testzentrum

Geöffnet bleibt vorerst nur noch das Corona-Testzentrum auf dem Messegelände in Saarbrücken. Die beiden anderen Zentren werden ab Montag, 18. Mai, geschlossen sein. Ursprünglich waren einmal sechs Zentren eingerichtet worden. Damit verbleibt das letzte große Testzentrum, in dem in schneller Taktung viele Abstriche gemacht werden können, im Regionalverband – der immer noch die meisten bestätigen Corona-Fälle im Saarland hat.

Im restlichen Saarland hat die Kassenärztliche Vereinigung Corona-Testpraxen eingerichtet: zwei in Saarbrücken, jeweils eine in Eppelborn, Saarwellingen, St. Ingbert, Wadern und St. Wendel-Niederkirchen. Die Kontaktdaten dazu gibt es auf der Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung.

Mit Rückgang der Neuinfektionen im Saarland war die Schließung weiterer großer Testzentren im Saarland auch zu erwarten gewesen. Das bedeutet aber nicht, dass nun weniger getestet wird. Die Tests laufen wie vorher auch normal weiter: Wer als Verdachtsfall gilt, bekommt einen Abstrich. Klar ist aber, dass hier von Seiten aller Verantwortlichen die gleichen Regeln gelten müssen wie bei den Lockerungen: Steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich an, müssen auch die Testkapazitäten schnell wieder hochgefahren werden können.

Weitere Informationen:

Nur noch vereinzelte Fälle
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Kurzarbeitsphase womöglich verlängert
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Das ZF-Werk in Saarbrücken wird vermutlich weit über den Sommer hinaus Kurzarbeit benötigen. Das hat eine Sprecherin auf SR-Anfrage mitgeteilt. Der Konzern werde mit der Arbeitnehmervertretung über die Rahmenbedingungen sprechen.

Zu Frankreich und Luxemburg
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Kommentar zu Hans' Grenzpolitik
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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 15.05.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt selbstgenähte Behelfs- oder Alltagsmasken (Foto: SR / Sebastian Knöbber).

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