Der "Green Deal" als "zentrales Element des Wiederaufbaus"

Der "Green Deal" als "zentrales Element des Wiederaufbaus"

Ein Interview mit David Ryfisch vom Verein "Germanwatch"

Katrin Aue / Onlinefassung: Martin Breher   28.04.2020 | 12:26 Uhr

Während die UN-Klimakonferenz in Glasgow wegen Corona verschoben wurde, findet der Petersberger Klimadialog am 28. April statt - aber nur als Videokonferenz. David Ryfisch von Germanwatch hat im SR-Interview gefordert, dass die Politik die Coronakrise nutzen müsse, um den europäischen "Green Deal" weiter voranzubringen.

David Ryfisch, Teamleiter Internationale Klimapolitik bei Germanwatch (Foto: Germanwatch)
David Ryfisch, Teamleiter Internationale Klimapolitik bei Germanwatch

Der Petersberger Klimagipfel, der am 28. April zu Ende geht, sei "ein Signal, dass weiterhin Interesse an der Klimakrise vorhanden ist", meint David Ryfisch, bei Germanwatch Teamleiter für den Bereich Internationale Klimapolitik. Es sei schließlich das "erste Zusammentreffen der Klimadiplomatie seit der Verschiebung des Klimagipfels in Glasgow".

Klare Impulse

Er erkenne bei den Teilnehmern "klare Impulse, dass die Konjunkturpakete nach der Coronakrise so ausgerichtet werden, dass sie zur Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaabkommens beitragen", so Ryfisch. Erste Minister hätten diese Richtung bereits angedeutet und auch von Angela Merkels Rede am Nachmittag erwarte man solche Impulse.

Pro von der Leyens "Green Deal"

Das "zentrale Element des Wiederaufbaus" solle dabei der sogenannte "Green Deal" sein. Bereits 17 Umweltminister hätten sich in einem Brief dafür ausgesprochen, dieses EU-Umweltschutzprojekt als Grundstein für die weiteren Maßnahmen zu nutzen.

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Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 28.04.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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