Forschung am Coronavirus (Foto: SR)

Corona-Krise aktuell

Über die Lage in der Region am Morgen des 22. April 2020

Florian Mayer / SR-Landespolitikredaktion   22.04.2020 | 12:15 Uhr

Zahlen, Daten, Fakten zur Corona-Krise in der Region am Morgen des 22. April 2020, zusammengetragen von der Landespolitikredaktion des Saarländischen Rundfunks.

Das Corona-Update vom 22.04.2020
Audio [SR 3, (c) SR 3 Florian Mayer, 22.04.2020, Länge: 03:03 Min.]
Das Corona-Update vom 22.04.2020

Die aktuellen Zahlen

Bei 2381 Saarländern wurde bis zum Abend des 21. April eine Corona-Infektion nachgewiesen. Das sind 33 mehr als am Tag zuvor, teilte das Gesundheitsministerium mit. Stationär werden 171 Menschen behandelt – 50 davon auf der Intensivstation. 108 Menschen, bei denen das Virus festgestellt wurde, sind verstorben. 1198 sind mittlerweile vom Virus geheilt. Gute Neuigkeiten also, auch diese Zahl steigt.

Trotzdem hat die Landesregierung am Mittwoch eine Maskenpflicht für das Saarland beschlossen. Sie soll ab Montag, 23. April, gelten.


Aktuelle Fallzahlen
Neun neue Corona-Infektionen

270.000 Euro für Poolverfahren
Corona-Reihentests in Seniorenheimen angelaufen


Seit dem 21. April finden im Saarland in den Seniorenheimen Reihentests statt. Ein Team mit einem mobilen Labor des Fraunhofer Instituts BMT Sulzbach führt die vor Ort in den Seniorenheimen durch. Von Bewohnern und Mitarbeitern werden die Abstriche im sogenannten Poolingverfahren ausgewertet. Das bedeutet, es werden immer 20 Proben auf einmal überprüft.

Ist das Ergebnis negativ, gelten alle Proben als negativ. Zeigt sich ein positives Ergebnis, werden alle 20 Proben nochmal einzeln untersucht. Die Abstriche werden in den Seniorenheimen für Bewohner im Abstand von 14 Tagen zweimal, für Mitarbeiter vier Mal. Insgesamt rechnet das Gesundheitsministerium mit rund 20.000 Abstrichen für alle saarländischen Seniorenheime.

CISPA hat Sicherheitsbedenken
Datenschutzstreit um Corona-App

Das Helmholtz-Zentrum für Cybersicherheit CISPA in Saarbrücken ist dem Beispiel anderer Forschungsinstitute und Hochschulen wie der ETH Zürich oder der Hochschule Lausanne gefolgt und arbeitet nicht mehr an einem bestimmten Teil der Corona-App-Entwicklung, die von der Bundesregierung momentan favorisiert wird. Im Kern geht es darum, wie die Datenverarbeitung und damit der Datenschutz der App aussehen soll. Das von der Bundesregierung unterstützte Verfahren halten das CISPA und rund 300 andere Sicherheitsforscher nicht für ausreichend sicher genug, weil sensible Daten auf einem Server verarbeitet und gespeichert werden – und missbraucht werden könnten.

Das CISPA und die anderen Forscher arbeiten trotzdem an der Corona-Appentwicklung weiter, allerdings mit einem anderen Ansatz in Sachen Datenschutz.

"Wie hältst du's mit der Maskenpflicht?"

Das war auch gestern wieder eine viel diskutierte Frage in eigentlich allen Bundesländern. Obwohl Bundes- wie Landesregierungen immer wieder beteuert haben, sie wollen bei den Maßnahmen und Regeln zum Schutz vor Coronainfektionen keinen Flickenteppich, wird er beim Umgang mit Mund-Nase-Masken im Alltag überdeutlich.

Es herrscht ein Regel-Flickenteppich bei diesem Thema im Deutschland. Sachsen hat die Pflicht eingeführt. In Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern wird sie kommen. Die Einführung der Maskenpflicht hat damit in der Politik an Dynamik gewonnen. Mit Blick darauf dürfte es auch im Saarland nur noch eine Frage von kurzer Zeit sein, bis die Maskenpflicht auch hier gilt.


Weitere Informationen:

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#Zusammenhalten
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Die neue großangelegte Spendenaktion der Herzenssache läuft. Gerade jetzt bräuchten Kinder und Jugendliche im Südwesten konkrete, schnelle und unbürokratische Hilfe.


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 22.04.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt eine Szene aus einem medizinisch-technischen Labor (Foto: SR Fernsehen).

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