Beatmungsgeräte in einem Krankenhaus (Foto: SR Fernsehen)

Corona-Krise aktuell

Über die Lage in der Region am Morgen des 17. April 2020

Carolin Dylla / SR-Landespolitikredaktion   17.04.2020 | 07:00 Uhr

Zahlen, Daten, Fakten zur Corona-Krise in der Region am Morgen des 17. April 2020, zusammengetragen von der Landespolitikredaktion des Saarländischen Rundfunks.

Das Corona-Update vom 17.04.2020
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 17.04.2020, Länge: 03:51 Min.]
Das Corona-Update vom 17.04.2020

Die aktuellen Zahlen

Aktuell wurden im Saarland 2275 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. Stand: Donnerstag Abend, 16. April, 18.00 Uhr. Quelle sind die offiziellen Zahlen, die das Gesundheitsministerium einmal pro Tag veröffentlicht. Das sind 50 bestätigte Infektionen mehr als noch am Mittwoch.

Laut Gesundheitsministerium sind bisher 83 Menschen im Saarland gestorben, die zuvor positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren. Die gute Nachricht aber ist: 958 Menschen im Saarland haben COVID-19 überstanden und gelten als geheilt.


Aktuelle Fallzahlen
Drei neue Corona-Infektionen

Stichwort Notbetreuung

Ab Montag, 20. April, werden aufgrund der Pläne der Landesregierung wieder deutlich mehr Menschen zur Arbeit gehen können - der Bedarf an Notbetreuung steigt also. Die Landesregierung hat angekündigt, die Notbetreuung auszubauen.

Auflagen in der Corona-Krise
Was gelockert wird - und was nicht

Zwei grundsätzliche Dinge zur Notbetreuung: Sie gilt für Kinder zwischen null und zwölf Jahren, wenn deren Eltern in so genannten “systemrelevanten Berufen” arbeiten. Aber auch alle anderen Eltern, die ihre Kinder nicht zuhause betreuen können, können einen Antrag stellen - und werden in dem Maß berücksichtigt, in dem es noch Plätze gibt. Und diese noch freien Kapazitäten belaufen sich momentan auf rund zwei Drittel der Notbetreuungsplätze, die es insgesamt gibt. Heißt also: Es gibt schon jetzt viele noch freie Plätze.

Darüber hinaus hat das Bildungsministerium auf SR-Nachfrage auch bestätigt: Wir bauen die Notbetreuung aus, wenn das nötig ist - und dann je nachdem, wie hoch der Mehrbedarf ist. Das heißt also auch: Eltern, die Notbetreuung brauchen, müssen sich nicht scheuen, einen Antrag zu stellen. Das Ministerium rechnet damit, dass der Bedarf steigt - nicht zuletzt auch deshalb, weil es für die Kitas noch keine Perspektive gibt, was eine mögliche Öffnung angeht. 

Ab Montag öffnen einige Geschäfte wieder; ab Anfang Mai sollen die ersten SchülerInnen wieder in die Schulen gehen. Das ist zwar keine Aufhebung des “Lockdown” - aber zumindest ein vorsichtiges Zurücktasten ins öffentliche Leben.


Experten beantworten Ihre Fragen
SAARTHEMA vom 16. April: Wege aus der Krise

Politische Arbeit erschwert

Kommunale Demokratie in Zeiten von Corona
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 17.04.2020, Länge: 03:49 Min.]
Kommunale Demokratie in Zeiten von Corona
Was bedeutet es, wenn aufgrund der Corona-Krise landauf, landab die Gemeinderatsitzungen abgesagt werden und Bürgermeister und Verwaltungen das Heft in der Hand haben? Welche Möglichkeiten gibt es, um die demokratischen Prozesse vor Ort trotz allem aufrecht zu erhalten?

Was im Moment aber auch noch stillsteht, ist - und das ist alles andere als eine Lappalie - die Arbeit der Städte- und Gemeinderäte im Saarland. Denn Stadtratssitzungen sind nicht zum Beispiel per Video-Schalte möglich. Das verbietet das Kommunalselbstverwaltungsgesetz (KSVG). Stadt- und Gemeinderäte haben eine so genannte Sitzungspflicht, und das Innenministerium hat bestätigt: Beschlüsse per Video-Schalte oder Telefonkonferenz sind nicht möglich.

Die politische Arbeit in den Gemeinden steht allerdings deshalb nicht komplett still. In manchen Gemeinden tagen zum Beispiel verkleinerte Räte mit weniger TeilnehmerInnen, die Aufgaben des Rates werden auf einzelne Ausschüsse übertragen - oder auf die BürgermeisterInnen.

Einige Ratsmitglieder sehen das aber aus unterschiedlichen Gründen kritisch. Sie sagen: Gerade die kleineren Fraktionen haben so weniger Möglichkeiten, sich einzubringen - auch, weil die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in dieser Situation zu sehr darüber entscheiden können, was überhaupt auf der Agenda landet. Um diese Probleme zu lösen, es eine Änderung des KSVG geben, damit in Zukunft Ratssitzungen à distance und via elektronische Medien möglich sind.  Das hat auch das Innenministerium bestätigt, der Landtag wird das voraussichtlich am 13. Mai beschließen.

Zu diesem Thema gibt’s am 17. April übrigens online, im Hörfunk und im Fernsehen einen kleinen Themen-Schwerpunkt über den ganzen Tag hinweg.


#Zusammenhalten
Corona-Spendenaktion der Herzenssache
Die neue großangelegte Spendenaktion der Herzenssache läuft. Gerade jetzt bräuchten Kinder und Jugendliche im Südwesten konkrete, schnelle und unbürokratische Hilfe.

Weitere Informationen:

Aktuelle Infos
Alle Nachrichten rund um das Coronavirus im Saarland
In unserem Dossier informieren wir Sie über aktuelle Nachrichten rund um das Coronavirus im Saarland und der Grenzregion.


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 17.04.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Bild ganz oben zeigt Beatmungsgeräte im Winterberg-Krankenhaus Saarbrücken (Foto: SR Fernsehen).

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja