Wie kommen die Leopoldina-Empfehlungen in der Politik an?

Wie kommen die Leopoldina-Empfehlungen in der Politik an?

Ein Gespräch mit Hauptstadt-Korrespondent Martin Polansky über die Suche der Politik nach Lockerungsmöglichkeiten in der Corona-Krise

Katrin Aue. Onlinefassung: Rick Reitler   14.04.2020 | 07:15 Uhr

Hauptstadt-Korrespondent Martin Polansky geht davon aus, dass die Bundesregierung zusammen mit den Länderchefs bei ihren Gesprächen am 15. April versuchen wird, "eine weitgehend einheitliche Linie" für die nächsten Wochen herzustellen. Für die Schulen rechne er allerdings weiter mit einem "Flickenteppich".

Eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Nationalen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) hat am Ostermontag Empfehlungen ausgesprochen, wie eine schrittweise Rückkehr in ein normales Leben trotz der Corona-Krise aussehen könnte: Demnach könnten Läden und Gaststätten, in denen der Abstand gewahrt werden kann, bald wieder öffnen, im öffentlichen Nahverkehr sollte Maskenpflicht gelten und Schulunterricht für jüngere Kinder sollte wieder stattfinden - allerdings in kleineren Gruppen und zeitversetzt.

"So ein gedehntes Ja"

Vor Beratungen auf Bundesebene
Hans fordert Masterplan
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Mittwoch über die nächste Phase des Kampfs gegen das neuartige Coronavirus beraten. Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) fordert einen Masterplan für die nächsten Wochen und Monate.

Wird die Politik den Anregungen folgen? So ganz überzeugt ist Hauptstadtkorrespondent Martin Polansky im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue davon noch nicht: "Es kommt aus allen Parteien im Prinzip so ein gedehntes Ja", räumte er ein.

In Detailfragen aber gingen die Meinungen auseinander, gerade wenn die Länderhoheit berührt werde - wie etwa bei der Frage der Schulschließungen. "Ich kann mir schon vorstellen, dass es weiter bei diesem so genannten Flickenteppich bleibt". Dies aber könne wegen der unterschiedlichen Infiziertenzahlen auch durchaus sinnvoll sein.

Gespräche am Mittwoch

Generell gehe er davon aus, dass die Bundesregierung zusammen mit Länderregierungen bei ihren Gesprächen am 15. April versuchen werden, "eine weitgehend einheitliche Linie herzustellen".


Weitere Informationen:

Die Lage in der Region am Morgen des 14. April
Corona-Krise aktuell
Zahlen, Daten, Fakten zur Corona-Krise in der Region am Morgen des 14. April 2020, zusammengetragen von der Landespolitikredaktion des Saarländischen Rundfunks.

Aktuelle Infos
Alle Nachrichten rund um das Coronavirus im Saarland
In unserem Dossier informieren wir Sie über aktuelle Nachrichten rund um das Coronavirus im Saarland und der Grenzregion.


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 14.04.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt ein leeres Klassenzimmer und eine Schultafel mit der Aufschrift "Coronavirus" (Foto: dpa / Armin Weigel).

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