Fieberthermometer (Foto: pixabay/leo2014)

Corona-Krise aktuell

Über die Lage in der Region am Morgen des 27. März 2020

Florian Mayer / SR-Landespolitikredaktion   27.03.2020 | 08:00 Uhr

Zahlen, Daten, Fakten zur Corona-Krise in der Region am Morgen des 27. März 2020, zusammengetragen von der Landespolitikredaktion des Saarländischen Rundfunks.

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Audio [SR 3, Florian Mayer, 27.03.2020, Länge: 03:36 Min.]
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Die aktuellen Zahlen

Laut dem aktuellen Stand des Gesundheitsministeriums sind 540 Menschen im Saarland infiziert. Damit ist die Zahl wieder gestiegen. Gestern waren es 466 bestätigte Fälle. 57 Patienten befinden sich aktuell in Behandlung in den saarländischen Krankenhäusern, 23 davon auf Intensivstationen.

Die positive Nachricht: Auch die Zahl der geheilten Covid-19-Fälle im Saarland steigt: innerhalb eines Tages von 21 auf 25.

Immer dramatischer wird dagegen die Lage bei den französischen Nachbarn in Grand-Est. Dort sind mittlerweile rund 5500 Menschen infiziert und 500 Menschen gestorben – das sind 100 mehr als noch am Mittwoch.

Was war im Saarland los?

Nach viel Kritik an dem Soforthilfeprogramm des saarländischen Wirtschaftsministeriums hat SPD-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger in der SR-Sondersendung am Abend des 26. März klargestellt, dass die finanziellen Hilfen für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer tatsächlich ganz unbürokratisch fließen sollen. Es brauche niemand zuerst einen Kredit bei seiner Bank zu beantragen oder das Finanzamt um Steuerstundungen zu bitten, um die Hilfen zu bekommen, sagte Rehlinger. Das seien lediglich Empfehlungen ihres Hauses, die da in den Antragsformularen auftauchen.

Die ersten Zahlungen sollen laut Rehlinger Anfang der kommenden Woche auf den Konten der ersten Antragssteller eingehen. Insgesamt seien bisher 6000 Anträge eingegangen und rund 20.000 Fragen beim Wirtschaftsministerium rund um Corona angekommen.

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Kampf gegen das Virus
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Außerdem wurden gestern Schritte unternommen, um die medizinische Infrastruktur im Saarland auszubauen. Verschiedene Hallen sollen in möglichst allen Landkreisen so hergerichtet werden, dass dort Patienten mit leichten Krankheitssymptomen betreut und versorgt werden können, sollten die Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Wie viele und welche Hallen ausgewählt werden, wird voraussichtlich heute entscheiden.

Wie geht’s weiter?

Heute soll der Aufnahmestopp am St. Wendeler Marienkrankenhaus aufgehoben werden. Der war Ende letzter Woche notwendig geworden, weil sich mehrere Mitarbeiter des Krankenhauses mit dem Coronavirus infiziert hatten. Durch den Stopp konnten in den vergangenen Tagen nur noch absolute Notfälle in St. Wendel aufgenommen werden. Ab heute 16 Uhr gilt dann wieder der "normale" Regelbetrieb in Corona-Zeiten. Dann kann sich das Marienkrankenhaus wieder um alle Patienten kümmern, die die Versorgung brauchen.

Heute und auch in den kommenden Tagen wird auch die Frage immer mehr diskutiert werden, wie der Alltag nach Ostern in Deutschland weitergehen soll. Die ersten Rufe nach einer "Exit-Strategie" aus den Anti-Corona-Maßnahmen werden schon ganz besonders aus der Wirtschaft laut.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will eine solche Strategie erarbeiten. Er sagte aber auch, keiner wisse, was jetzt in den nächsten Wochen noch passieren werde. Der Alltag müsse schrittweise wieder hochgefahren werden, wann und wie genau, ist aber noch offen.

Ähnlich äußerte sich auch Anke Rehlinger in der SR-Sondersendung. Im Saarland müsse man sicher noch ein bis anderthalb Wochen abwarten, um sehen zu können, ob die bisherigen Maßnahmen Wirkung zeigen. Dann könne die Lage erneut bewertet werden. Fest steht aber laut Rehlinger und Spahn: All das ist nur realistisch, wenn sich auch alle an die jetzt geltenden Regeln halten.


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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 27.03.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt einen Mann mit Fieberthermometer (Foto: Pixabay).

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