Corona-Drive-In-Teststation auf dem Ford-Gelände in Saarlouis (Foto: SR)

Corona-Krise aktuell

Über die Lage in der Region am Morgen des 25. März 2020

Carolin Dylla / SR-Landespolitikredaktion   25.03.2020 | 07:00 Uhr

Zahlen, Daten, Fakten zur Corona-Krise in der Region am Morgen des 25. März 2020, zusammengetragen von der Landespolitikredaktion des Saarländischen Rundfunks.

Die aktuellen Zahlen

Dienstagnachmittag (Stand: 15.00 Uhr) waren im Saarland 433 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Diese Zahlen veröffentlicht das Gesundheitsministerium einmal pro Tag.

Corona-Krise aktuell
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 25.03.2020, Länge: 03:48 Min.]
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Inzwischen sind im Saarland insgesamt drei Menschen an den Folgen der Infektion gestorben. 38 werden wegen der Infektion im Krankenhaus behandelt - fast die Hälfte von ihnen auf der Intensivstation. Aber - um auch die guten Nachrichten nicht zu vernachlässigen: Im Saarland haben 14 Menschen die Infektion mit dem Corona-Virus überstanden und sind wieder gesund. In Deutschland sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 32.991 Menschen infiziert (Stand: Mittwoch, 25. März 2020, 06.00 Uhr).

Was tut sich im Saarland?

Die Testkapazitäten werden hochgefahren: Gestern haben die ersten neuen Teststationen im Saarland geöffnet. Zum Beispiel auf dem Ford-Gelände in Saarlouis - organisiert als Drive-In-Lösung mit mehreren Linien. Jede dieser Linien soll rund 50 Patienten pro Stunde testen können. Auch in Ottweiler und Homburg wurden gestern Stationen eröffnet, heute sollen weitere folgen: unter anderem auf dem Bundeswehrgelände in Merzig. Engpässe bei den Tests gibt es also erstmal nicht mehr - nur könnte es sein, dass die Labore mit der Auswertung nicht mehr hinterherkommen, weil unter anderem schon jetzt die dafür nötigen Chemikalien knapp werden.

Der Blick richtet sich jetzt auch immer mehr darauf, wie der Alltag organisiert wird - wie also in der jetzigen Situation eine Art “Normalität” entstehen kann. Da stand gestern die Notbetreuung im Fokus: und die läuft - so berichtet es das Bildungsministerium - ganz gut. Insgesamt sind knapp 2200 Kinder in der Notbetreuung - und es gibt noch weitere Kapazitäten. Ob die insgesamt reichen werden: dazu gibt es allerdings keine Prognose aus dem Bildungsministerium.

Auch noch wichtig: kleine und mittelständische Unternehmen im Saarland können ab sofort Hilfsgelder aus dem Sofortprogramm der Landesregierung beantragen. Das nötige Formular kann man hier herunterladen: www.corona.wirtschaft.saarland.de. Je nach Mitarbeiterzahl gibt es zwischen 3000 und 10.000 Euro - die nicht zurückgezahlt werden müssen, solange alle Angaben richtig sind. 

Und sonst? - Wie sieht es zum Beispiel in der Nachbarregion Grand Est aus?

Dort ist die Lage immer noch extrem angespannt. Stand Dienstag waren laut der regionalen Gesundheitsbehörde (ARS) in der Region 407 Menschen infolge der Corona-Infektion gestorben - das entspricht rund einem Drittel der registrierten Todesfälle in ganz Frankreich. Rund 2400 werden im Krankenhaus behandelt - knapp 530 auf der Intensivstation. 

Aber es gibt bonne nouvelles: der Aufruf, Schutzmasken zu sammeln ist offenbar auf ein enormes Echo gestoßen: mehr als eine Million Masken sind laut ARS in einer Woche zusammengekommen und sollen jetzt an das medizinische Personal verteilt werden. Außerdem haben mehrere Unternehmen angekündigt, ihre Produktion um- und Masken herzustellen um das medizinische Personal zu schützen.

Heute soll außerdem ein spezieller, zu einem Krankentransport umgebauter TGV 30 Patienten aus Straßburg und Mulhouse in Krankenhäuser in anderen Landesteilen bringen. Das hat Gesundheitsminister Olivier Véran gestern im Parlament angekündigt.

Weitere Informationen:

Aktuelle Infos
Alle Nachrichten rund um das Coronavirus im Saarland
In unserem Dossier informieren wir Sie über aktuelle Nachrichten rund um das Coronavirus im Saarland und der Grenzregion.


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 25.03.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt südkoreanische Soldaten bei Desinfektionsmaßnahmen (Foto: Kim Hyun-Tae/Yonhap/AP/dpa).

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