Anti-Corona-Kampf: Vorbild Südkorea?

Vorbild Südkorea?

Ein Gespräch mit dem Musikproduzenten, Journalisten, Buchautor und Wahl-Seouler Hans Nieswandt zum Umgang mit der Corona-Pandemie in Südkorea

Thomas Shihabi / Onlinefassung: Rick Reitler   24.03.2020 | 12:45 Uhr

Trotz hoher Zahlen von Corona-Infizierten geht es in Südkorea "deutlich entspannter" zu als in Deutschland, meint der deutsche Wahl-Seouler Hans Nieswandt. Die Einheimischen hätten auch wegen der konsequenten Maßnahmen ihrer Behörden das "Gefühl, dass wirklich etwas Vernünftiges passiert". Ein Interview.

In Südkorea gibt es nach Angaben des Johns-Hopkins-Instituts bis am 24. März 9000 bestätigte Corona-Infektionen und 120 Tote. Weil die Wachstumskurve sinkt, gilt das südostasiatische Land für viele europäische Länder trotzdem als Vorbild im Anti-Viruskampf.

Seit Heiligabend 2019 lebt auch der deutsche Musikproduzent, Journalist und Buchautor Hans Nieswandt in Seoul - seine Frau war beruflich dorthin versetzt worden. Was machen die Koreaner anders - und vielleicht besser?

Kompetente Maßnahmen

Für Nieswandt haben vor allem die sehr ausführlichen Informationen, die frühen Isolationsmaßnahmen und die schnellen, flächendeckenden Corona-Tests der koreanischen Behörden dazu geführt, dass es vor Ort inzwischen "deutlich entspannter" zugehe als in Deutschland, erläuterte Nieswandt im Gespräch mit SR-Moderator Thomas Shihabi.

Vernunft und Vertrauen

Die Bevölkerung habe jedenfalls viel Vertrauen in ihre Regierung gefasst - durch das "Gefühl, dass wirklich etwas Vernünftiges passiert". So etwas wie Hamsterkäufe habe es in Südkorea jedenfalls nicht gegeben.


Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 24.03.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt südkoreanische Soldaten bei Desinfektionsmaßnahmen (Foto: Kim Hyun-Tae/Yonhap/AP/dpa).

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