Vom Umgang mit der Hanweiler "Nazi-Glocke"

Vom Umgang mit der Hanweiler "Nazi-Glocke"

Ein Ausblick auf den Vortrags- und Diskussionsabend in der Saarbrücker Ludwigskirche

Jochen Erdmenger, Oliver Buchholz. Onlinefassung: Rick Reitler   12.02.2020 | 08:50 Uhr

Am Abend des 12. Februar findet in der Saarbrücker Ludwigskirche ein Vortrags- und Gesprächsabend zum richtigen Umgang mit problematischen Zeugnissen der Vergangenheit statt - am Beispiel der Hanweiler "Nazi-Glocke". Mit dabei sind der Kirchenhistoriker Prof. Joachim Conrad und Simon Matzerath, der Leiter des Historischen Museums Saar.

Noch bis zum 28. Februar wird sie zum ersten Mal wieder öffentlich gezeigt: Die sogenannte "Nazi-Glocke" aus der evangelischen Kirche im saarländischen Hanweiler ist Teil der Wanderausstellung "Protestanten ohne Protest" in der Saarbrücker Ludwigskirche. Die Kirchengemeinde hatte sie 2018 dem historischen Museum Saar geschenkt. Am Abend des 12. Februar findet in der Ludwigskirche ein Vortrags- und Gesprächsabend zum richtigen Umgang mit solchen problematischen Zeugnissen der Vergangenheit statt. Mit dabei sind der Kirchenhistoriker Prof. Joachim Conrad und Simon Matzerath, der Leiter des Historischen Museums Saar. Beginn ist um 19.00 Uhr.

Die Veranstaltung:

Mittwoch, 12. November 2020, 19.00 Uhr
Ludwigskirche, Am Ludwigsplatz 18, 66117 Saarbrücken

"Die NS-Glocken im Saargebiet"
Vortrag von Prof. Dr. Conrad mit anschließender Diskussion


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Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Morgen" vom 12.02.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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