Wie sich die Saar-Wirtschaft für den Brexit rüstet

Wie sich die Saar-Wirtschaft für den Brexit rüstet

Eine Reportage von SR-Wirtschaftsredakteurin Karin Mayer am Tag vor dem Brexit

Karin Mayer. Onlinefassung: Rick Reitler   30.01.2020 | 07:15 Uhr

Geschäftsleute und Industrie im Saarland haben sich schon längst auf den Brexit-Stichtag 31. Januar vorbereitet, um die Folgen abzufangen. SR-Wirtschaftsredakteurin Karin Mayer hat sich im Saarland bei einigen größeren und kleineren "Playern" und bei Wirtschaftministerin Anke Rehlinger umgehört.

Am 31. Januar 2020 tritt Großbritannien aus der Europäischen Union aus. Ein jahrelanges Hickhack im Londoner Unterhaus um die Rahmenbedingungen des "Brexits" geht damit zu Ende.

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Für Handel und Wirtschaft gilt vorerst eine Übergangsfrist, es ändert sich zunächst wenig. Dabei haben sich Geschäftsleute und Industrie bereits längst auf diesen Tag X vorbereitet, um die Folgen abzufangen - für viele Marktteilnehmer offenbar ein Wechselbad der Gefühle, wie SR-Wirtschaftsredakteurin Karin Mayer beobachtet hat.

Rehlinger hoffnungsvoll

Anke Rehlinger (Foto: Pasquale D'Angiolillo/SR)
Anke Rehlinger (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) gab zu bedenken, dass allein die Debatte um den Brexit "schon zu spürbaren Einbrüchen geführt" habe. Nun habe sie "zumindest die Hoffnung, dass dann jetzt der tatsächliche Vollzug nicht nochmal zu neuerlichen heftigen Einbrüchen führt". "Spannend" werde für sie die Frage sein, "wie die Übergangsphase genutzt" werde, um "die konkreten Vereinbarungen und das Handelsabkommen dann auch zu konkretisieren".

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Ein Thema aus der Sendung "Der Morgen" vom 30.01.2020 auf SR 2 KulturRadio.

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