Weimar ehrt zwei Afrikanerinnen für Ihr Menschenrechtsengagement

Weimar ehrt zwei Afrikanerinnen

Ein Gespräch mit Ulrich Delius, dem Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. zum Tag der Menschenrechte 2019

Jochen Marmit. Onlinefassung: Rick Reitler   10.12.2019 | 15:20 Uhr

Die Stadt Stadt Weimar ehrt seit 25 Jahren Aktivistinnen und Aktivisten mit dem Menschenrechtspreis. 2019 geht dieser an die Marokkanerin Laila Fakhouri und an die sudanesische Ärztin Ishan Fagiri. SR-Moderator Jochen Marmit hat mit Ulrich Delius von der Gesellschaft für bedrohte Völker darüber gesprochen.

Am 10. Dezember 1948 ernannten die Vereinten Nationen - auch in Erinnerung an die Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges - den Kalendertag zum Internationalen Tag der Menschenrechte. Rechte haben und Rechte bekommen aber ist noch immer nicht überall auf dem Globus dasselbe.

Weimarer Menschenrechtspreis

Hilfsorganisationen oder Menschen, die sich in besonderem Maß für die Betroffenen einsetzen, werden deshalb seit 25 Jahren mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar gewürdigt. 2019 geht diese Auszeichnung an die Marokkanerin Laila Fakhouri und an die sudanesische Ärztin Ishan Fagiri. Fakhouri kämpft für die Rechte einer ethnischen Volksminderheit in der Westsahara, Fagiri setzt sich vor allem für Frauenrechte in ihrer Heimat ein.

Der Blick auf die muslimische Welt

"Für uns in Deutschland bedeutet das vor allem, zu erkennen, was da in der muslimischen Welt passiert", meint Ulrich Delius, der Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker, im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Marmit. Fagiris Kampf im Sudan zählt für Delius jedenfalls "zu einer der hoffnungsvollsten Entwicklungen in einer ansonsten ja etwas trüb ausschauenden Welt".

Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 10.12.2019 auf SR 2 KulturRadio. Das Foto ganz oben zeigt Ulrich Delius (Pressefoto: Gesellschaft für bedrohte Völker e.V., Michaela Böttcher)

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja