Prof. Frank Baur krititisert Mangel an "Energiewende-Programmatik" im Saarland

Baur kritisiert Mangel an "Energiewende-Programmatik"

Ein Interview mit Prof. Frank Baur, Energie-Experte von der htw saar

Jochen Marmit. Onlinefassung: Rick Reitler   27.11.2019 | 07:45 Uhr

Der Energie-Experte Prof. Frank Baur (htw saar) hat die saarländische Politik für ihre bislang zu wenig "ambitionierten Ziele" in Sachen erneuerbare Engerien kritisiert. Es fehle noch immer eine klare "Energiewende-Programmatik", sagte Baur im SR-Interview. "Ganz gut" sehe es dagegen u. a. bei der Fotovoltaik und den Förderprogrammen aus.

Prof. Frank Baur, Energieexperte an der htw saar (Foto: SR)
Prof. Frank Baur


Das Saarland belegt beim Ausbau der erneuerbaren Energien im Vergleich aller Bundesländer noch immer den letzten Platz. Das hat eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung ergeben.

Für Prof. Frank Baur, Experte für Abfall-Kreislaufwirtschaft und Stromstoffmanagement an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Saar in Saarbrücken (htw saar) spielt auch die Struktur des Saarlandes als ein "Verdichtungsraum" mit höherem "industriellen Besatz" und dem damit einhergehenden hohen Stromverbrauch eine Rolle für das schlechte Abschneiden, erläuterte Baur im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Marmit.

Lob für Fotovoltaik

"Ganz gut" sehe es im Saarland dagegen bei der Fotovoltaik, bei den Förderprogrammen, den Informationsmaterialien und bei der "Dynamik des Ausbaus erneuerbarer Energien" aus.

Zu wenig "ambitionierte Ziele"

Verbesserungsbedarf sieht Baur vor allem bei einer "konsistenten Energiewende-Programmatik" durch die Politik, die sich wohl zu wenig "ambitionierte Ziele" gesetzt habe. Potenzial sehe er außerdem bei der "Fernwärmeschiene Saar".

Hintergrund:

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