Französischer Atomstrom für die saarländische Industrie

Französischer Atomstrom für die saarländische Industrie

Ein Gespräch mit SR-Wirtschaftsredakteurin Karin Mayer

Katrin Aue. Onlinefassung: Rick Reitler   05.11.2019 | 12:45 Uhr

Die Bundesregierung hat schon vor Jahren beschlossen, dass das Industrieland Deutschland in wenigen Jahren ohne Atom- und Kohlekraftwerke auskommen soll. Sogar die äußerst energie-intensiven Stahlwerke sollen irgendwann mit "grünem Strom" laufen, der beispielsweise aus Wasserstoff hergestellt werden soll.

Cattenom-Strom längst im Netz

Bis es so weit ist, werden die Stahlkocher an der Saar wohl auf Atomkraft aus dem französischen Cattenom zurückgreifen müssen, wie die Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (IHK) am 4. November während einer Veranstaltung erläutert hat. Ganz so neu sei die Idee übrigens nicht, wie SR-Wirtschaftsredakteurin Karin Mayer im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue klarstellte: "Schon jetzt bekommen wir Strom aus Cattenom, ohne es zu merken." Dafür sei zwischen Vichy und Uchtelfangen extra eine Transportleitung gebaut worden.

Mehr zum Thema:

Hans sieht Atomstrom nicht als Lösung
Audio [SR 3, Interview: Dorothee Scharner / Tobias Hans, 05.11.2019, Länge: 04:14 Min.]
Hans sieht Atomstrom nicht als Lösung
Für Ministerpräsident Hans kann Atomstrom für die Saar-Industrie nur eine Übergangslösung sein: "Das Ziel muss sein, am Ende eine grüne Wasserstoffproduktion im Saarland zu erreichen."

Klimafreundlichere Produktion
Investitionen in Stahlindustrie gefordert
Die Stahlindustrie steht vor einem jahrzehntelangen Umbauprozess: Vor der Einführung von Wasserstoff-Technologie will die Industrie auf Elektroöfen und auf Gas setzen. In den nächsten Jahren ist man zur Überbrückung offenbar auf Atomstrom angewiesen.

Ein Thema u. a. in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 05.11.2019 auf SR 2 KulturRadio.

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja