"In der Schweiz ist vieles besser, aber gar nicht alles"

"In der Schweiz ist vieles besser, aber gar nicht alles"

Ein Gespräch mit Walter von Andrian, der Chefredakteur der Schweizer Eisenbahn-Revue

Kai Schmieding / Onlinefassung: Rick Reitler   09.10.2019 | 08:45 Uhr

Auch im Bahn-Musterland Schweiz ist an den Schienen und Bahnhöfen längst nicht immer alles zum Besten bestellt, sagt Walter von Andrian, der Chefredakteur der Schweizer Eisenbahn-Revue, im SR-Interview. Für ihn ist klar: Wer ein zuverlässige und zeitgemäße Infrastruktur haben will, muss dafür Geld in die Hand nehmen.

Auch wenn die Schweiz in Deutschland immer noch einen hervorragenden Ruf in Sachen Eisenbahn genießt, ist auch dort nicht immer alles zum Besten bestellt. Das meint jedenfalls Walter von Andrian, der Chefredakteur der Schweizer Eisenbahn-Revue.

"Es gibt sehr viele Störungen, es gibt sehr viele Baustellen, und die Fahrgäste sind längst nicht mehr so zufrieden wie früher", gab von Andrian im Gespräch mit SR-Moderator Kai Schmieding zu.

"Taktfahrplan" die Lösung?

Bei der Bahn in Deutschland habe er vor allem Probleme in Sachen Pünktlichkeit und Streckennetz beobachtet. Auch die Preispolitik spiele eine Rolle.

Für von Andrian ist der "Taktfahrplan" die Lösung, also ein ganz klarer Fahrplan mit regelmäßig sich wiederholenden Abfahrtszeiten an allen Knotenpunkten. Dafür aber müsse man die nötigen Voraussetzungen schaffen, nämlich genügend Geld in die Hand nehmen, um den Ausbau und Unterhalt des Schienennetzes bezahlen zu können.

Bahnland Schweiz

Generell habe die Bahn in der Schweiz ein etwas größeres politisches Gewicht als in Deutschland, sagte von Andrian. Das liege wohl auch daran, dass es in der Schweiz bedeutend weniger Automobilindustrie gebe.

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