Eskaliert der Machtkampf in London?

Eskaliert der Machtkampf in London?

Ein Interview mit London-Korrespondent Jens-Peter Marquardt

Jochen Marmit. Onlinefassung: Rick Reitler   03.09.2019 | 08:25 Uhr

Am Nachmittag wird es im Londoner Unterhaus wohl hoch her gehen: Setzt sich die Opposition mithilfe einzelner Torie-Stimmen mit ihrem Gesetz gegen einen No-Deal-Brexit durch? Oder gelingt es Boris Johnson, seine potenziellen Fraktionsabweichler an der Kandare zu halten? Ein ganz gutes Druckmittel hat der Premier jedenfalls in der Tasche, meint London-Korrespondent Jens-Peter Marquardt

Bevor es nächste Woche in die Zwangspause geht, kommt das britische Parlament am 3. September noch einmal zusammen. Es könnte laut werden: Die Verfechter eines geregelten Brexits wollen einen Gesetzentwurf vorstellen, um einen ungeregelten EU-Austritt zu verhindern bzw. um eine dreimonatige Fristverlängerung bis Januar 2020 zu erwirken.

Johnsons Druckmittel

Rund 20 konservative "Rebellen" könnten dem zustimmen - und das wolle Premierminister Boris Johnson auf jeden Fall verhindern, meint London-Korrespondent Jens-Peter Marquardt im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Marmit.

Johnson besitze ein gutes Druckmittel gegen seine mutmaßlich abtrünnigen Tories, nämlich den Ausschluss der Abweichler aus der eigenen Fraktion. "Das würde bedeuten, dass sie dann bei einer vorgezogenen Neuwahl nicht mehr antreten können", so Marquardt. Er rechne mit einem sehr spannenden Nachmittag im Unterhaus.

Offizieller Brexit-Termin ist noch immer der 31. Oktober 2019.

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Ein Thema u. a. in der Sendung "Der Morgen" vom 03.09.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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