Knallt's nach den Wahlen in Berlin?

Knallt's nach den Wahlen in Berlin?

Hauptstadt-Korrespondent Marcel Heberlein über die Bedeutung der Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg für die Bundespolitik

Marcel Heberlein. Onlinefassung: Rick Reitler   29.08.2019 | 08:45 Uhr

Die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg sind keineswegs nur von regionaler Bedeutung: Sie haben auch große Aussagekraft, was die Beliebtheit der schwarz-roten Koalition und aller anderen Parteien im Bundestag angeht. Werden am Ende Köpfe rollen - womöglich ganz oben? Die Einschätzung von Hauptstadt-Korrespondent Marcel Heberlein drei Tage vor dem Wahlsonntag.

Sonntag, 18.04 bis 20.00 Uhr
Jazz und Politik
In unserer Wahlsondersendung "Jazz und Politik" hat Peter Weitzmann die aktuellen Hochrechnungen, Prognosen und ersten Reaktionen auf das Ergebnis der Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg. Für ausführliche Analysen sorgt Politikwissenschaftler Prof. Dr. Dirk van den Boom.

Die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg am 1. September sind keineswegs nur von regionaler Bedeutung: Immerhin stellen beide Bundesländer je vier der 69 Sitze im Bundesrat, also der verfassungsmäßigen Vertretung der Länder in Berlin. Mit entsprechendem Einfluss auf die Gesetzesvorhaben der Bundesregierung. Und mit einer gewissen Aussagekraft, was die Beliebtheit der schwarz-roten Koalition und aller anderen Parteien im Bundestag angeht.

"Gespenst AfD"

AfD und Grüne sind momantan zwar im Aufwind - der Rest aber dürfte es eher schwer haben, zuzulegen. Werden am Ende Köpfe rollen - womöglich ganz oben? "Das Gespenst eines AfD-Wahlerfolgs geht um", meint jedenfalls Korrespondent Marcel Heberlein drei Tage vor den Wahlen. Die CDU/CSU/SPD-Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht er dadurch weniger in Gefahr - viel eher schon die Karriere von CDU-Parteichefin und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Badet's Kramp-Karrenbauer aus?

Die Saarländerin stehe u. a. wegen dem Rezo-Video, wegen ihrem lange ausgeschlossenen und dann doch vollzogenen Wechsel ins Kabinett und wegen ihrer Haltung zu Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen seit Monaten in der Kritik. "Geht's im Osten schief, wird für viele Kramp-Karrenbauer schuld sein", so Heberleins Prognose, "und ihr Chefinnen-Sessel dürfte noch mehr wackeln als eh schon".


Umfragewerte Infratest dimap, Stand 22.08.2019:

Sonntagsfrage Sachsen

Archivbild: Ein Blick in den Plenarsaal des sächsischen Landtags, Dresden (Foto: dpa / picture alliance / ZB / Sebastian Kahnert)
Archivbild: Ein Blick in den Plenarsaal des sächsischen Landtags, Dresden (Foto: dpa / Sebastian Kahnert)

CDU: 30 % (+ 4 Prozentpunkte im Vergleich zur Umfrage Anfang Juli 2019)
AfD: 24 % (-2 Prozentpunkte)
Linke: 16 % (+ 1 Prozentpunkt)
Bündnis 90/Die Grünen: 11 % (- 1 Prozentpunkt)
SPD: 7 % (- 2 Prozentpunkte)
FDP: 5 % (+- 0 Prozentpunkte)
Freie Wähler: 4 % (+ 1 Prozentpunkt)

Sonntagsfrage Brandenburg

Archivbild: Ein Blick in den Plenarsaal des brandenburgischen Landtags, Potsdam (Foto: dpa / picture alliance / Christoph Soeder)
Archivbild: Ein Blick in den Plenarsaal des brandenburgischen Landtags, Potsdam (Foto: dpa/Christoph Soeder)

SPD: 22 % (+ 4 Prozentpunkte im Vergleich zum BrandenburgTrend Anfang Juni 2019)
AfD 22 % (+ 1 Prozentpunkt)
CDU: 18 % (+ 1 Prozentpunkt)
Linke: 15 % (+ 1 Prozentpunkt)
Bündnis 90/Die Grünen: 12 % (- 5 Prozentpunkt)
FDP: 5 % (+- 0 Prozentpunkte)
BVB/Freie Wähler: 4 % (+- 0 Prozentpunkte)


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Hintergrund:

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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 28.08.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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