G7: Von Atomdeals, Terror, Aids und Gleichstellung

Von Atomdeals, Terror, Aids und Gleichstellung

Ein Gespräch mit Auslandskorrespondent Arthur Landwehr über das G7-Treffen in Biarritz

Jochen Erdmenger. Onlinefassung: Rick Reitler   26.08.2019 | 07:15 Uhr

Der Blick der Politikerinnen und Politiker beim G7-Gipfel in Biarritz ist zurzeit mehr auf eine "langfristige Entwicklung der Welt" gerichtet, meint Auslandskorrespondent Arthur Landwehr: Es herrsche u. a. Einigkeit darüber, dass man Brasilien und der Sahelzone helfen und mehr für die Aids-Bekämpfung und für die "Gleichstellung der Geschlechter" tun wolle.

Am 26. August, dem letzten Tag des Gipfels der sieben großen westlichen Industriestaaten, geht es im französischen Biarritz unter anderem um den Umwelt- und Klimaschutz. An den Tagen davor gab's eine Überraschung: Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif war angereist, um im Atomstreit zu vermitteln. Das Ergebnis sei allerdings noch unklar, erklärte G7-Beobachter Arthur Landwehr im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger.

Hilfe für Brasilien und die Sahelzone

Etwas eindeutiger sei die Bereitschaft der Teilnehmerstaaten, Brasilien bei den Löscharbeiten in den brennenden Regenwäldern und in der Zeit danach zu unterstützen. Überhaupt habe sich der Blick der Politikerinnen und Politiker in Biarritz mehr auf eine "langfristige Entwicklung der Welt" gerichtet - beispielsweise beim Bekenntnis, die Sahelzone gegen islamistischen Terror zu unterstützen und mehr gegen Aids und für die "Gleichstellung der Geschlechter" zu tun.

Mehr zum Thema:

tagesschau.de: G7-Gipfel
Trumps neue Gelassenheit
Die Irritationen waren zunächst groß, als der iranische Außenminister Zarif überraschend den G7-Gipfel in Biarritz besuchte. Nach anfänglichem Schweigen hat sich nun US-Präsident Trump geäußert - und gab sich diplomatisch.


Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 26.08.2019 auf SR 2 KulturRadio.

Artikel mit anderen teilen