Ungewöhnlich scharfe Töne in der Saar-GroKo

Ungewöhnlich scharfe Töne in der Saar-GroKo

Ein Gespräch mit Landespolitikreporter Christoph Grabenheinrich zur gespannten Stimmung im Saar-Kabinett

Katrin Aue. Onlinefassung: Rick Reitler   09.08.2019 | 12:55 Uhr

Zwischen CDU und SPD im saarländischen Landeskabinett knirscht es offenbar gewaltig. SR-Landespolitikreporter Christoph Grabenheinrich glaubt trotz der Schärfe des Tons vorerst aber nicht an größere Veränderungen im Kabinett. Der große Zankapfel sei zurzeit wohl die Bildungspolitik.

Zwischen CDU und SPD im saarländischen Landeskabinett knirscht es lautstark: Beim Sommergespräch am 8. August hatte SPD-Kulturminister Ulrich Commerçon Teilen der CDU Verlogenheit und Scheinheiligkeit in der Diskussion um mehr Lehrerstellen vorgeworfen.

Video [aktueller bericht, 09.08.2019, Länge: 2:04 Min.]
Reaktionen auf Commerçon-Äußerungen

"So noch nicht erlebt"

Für SR-Landespolitikreporter Christoph Grabenheinrich ein Novum auf der politischen Bühne: Eine "Schärfe" und "Wortwahl" dieser Qualität habe man "so noch nicht erlebt", sagte Grabenheinrich im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue.

Video [aktueller bericht, 09.08.2019, Länge: 2:11 Min.]
Kollegengespräch mit Janek Böffel zu Diskussion in der Koalition

Streitpunkt Bildung

Das größte Konfliktpotenzial sieht er in den völlig unterschiedlichen Meinungen beider Parteien zur Bildungspolitik: "Da rumpelt's auch schon seit 2017." Von einem vorzeitigen Zerbrechen des Zweckbündnisses aber sei zumindest aktuell noch nicht auszugehen: "Im Moment haben beide Parteien kein Interesse an Neuwahlen". Veränderungen im Kabinett aber würden "auf jeden Fall" demnächst kommen, so Grabenheinrichs Einschätzung.

Hintergrund - Archiv:

Kommentar
"Endlich rappelt‘s mal in der großen Koalition"
Dicke Luft in der saarländischen GroKo. Das wurde auch mal Zeit, sagt SR-Landespolitikreporter Janek Böffel. Ein Kommentar zur aktuellen Diskussion über die Spannungen in der saarändischen Regierungskoalition.

Drastische Worte
Commerçon pocht auf mehr Lehrerstellen
SPD-Bildungsminister Ulrich Commerçon hat seine Forderung nach 49 zusätzlichen Lehrerstellen erneuert und dabei den Koalitionspartner CDU mit scharfen Worten angegriffen. Es könne nicht sein, dass Mittel für Polizisten, aber nicht für Lehrer bereit gestellt würden.


Ein Thema u. a. in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 09.08.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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