SPD-Parteivorsitz: Bislang sieben Hüte im Ring

Bislang sieben Hüte im Ring

Ein Gespräch mit Hauptstadt-Korrespondentin Sabine Müller

Thomas Shihabi. Onlinefassung: Rick Reitler   05.08.2019 | 12:50 Uhr

Der Berliner Start-Up-Unternehmer Robert Maier hat als siebter seine Ambitionen auf das Amt des SPD-Parteivorsitzenden erklärt. "Maier kommt aus der sozialliberalen Ecke", erklärte Hauptstadt-Korrespondentin Sabine Müller im Gespräch mit SR-Moderator Thomas Shihabi. Andere Kandidatenduos hätten ihrer Einschätzung nach bessere Chancen.

Drei gemischte Duos und ein Einzelbewerber wollen sich bisher auf die Kandidatenliste für den SPD-Parteivorsitz setzen lassen.

Der jüngste Bewerbungseintrag stammt von dem Berliner Start-Up-Unternehmer Robert Maier, dem Vizepräsidenten des SPD-Wirtschaftsforums. "Robert Maier kommt aus der sozialliberalen Ecke", erklärte Hauptstadt-Korrespondentin Sabine Müller im Gespräch mit SR-Moderator Thomas Shihabi, "er gehört zum rechten, wirtschaftslastigen Flügel der SPD". Der 39-Jährige Sohn von Ingrid Matthäus-Maier stelle sich "ganz klar gegen eine Linksruck" seiner Partei. Er benötige aber noch fünf Unterbezirke oder einen Landesverband, um offizielle kandidieren zu können.

Demnächst Kampmann & Roth?

Bessere Chancen auf die Nachfolge von Andrea Nahles sieht Müller allerdings beim bereits herumtourenden Duo Christina Kampmann und Michael Roth. Bis zum Bewerbungsschluss 1. September würden aber höchstwahrscheinlich noch andere Sozialdemokraten ihre Ambitionen auf den Parteivorsitz anmelden, so Müllers Einschätzung.

Die Kandidaten auf einen Blick:

  • Robert Maier, Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums
  • Christina Kampmann (Ex-Familienministerin NRW) & Michael Roth (Europa-Staatsminister)
  • Nina Scheer (MdB) & Karl Lauterbach (MdB)
  • Simone Lange (OB Flensburg) und Alexander Ahrens (OB Bautzen)

Der Parteivorsitz soll nach einer Mitgliederbefragung spätestens zwischen dem 6. und 8. Dezember 2019 auf dem Bundesparteitag in Berlin bestimmt werden.

Hintergrund:

tagesschau.de: Nahles-Nachfolge
Maier will SPD-Chef werden
Ein weiterer Genosse hat seine Kandidatur für den SPD-Vorsitz erklärt: Start-up-Unternehmer Robert Maier will die Parteiführung übernehmen. Den Mitgliedern verspricht er einen Kurswechsel.


Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 05.08.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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