Saar-Wald unter Stress - zu wenig Personal

Wie geht's dem Saarwald?

Ein Interview mit Joachim Stelzer vom Saarforst Landesbetrieb

Jochen Marmit. Onlinefassung: Rick Reitler   02.08.2019 | 07:15 Uhr
Die Buchen leiden besonders unter der Hitze.  (Foto: Uwe Jäger)
Joachim Stelzer im Saarforst (Foto: Uwe Jäger)


Dürre, Hitze, Borkenkäfer: Auch der saarländische Wald steht derzeit unter Stress. Das hat Joachim Stelzer vom Saarforst Landesbetrieb im SR-Gespräch bestätigt. Andere Bundesländer mit einem sehr viel höheren Fichtenanteil stünden schon "vor einer Katastrophe". Das Saarland komme dagegen im bundesweiten Vergleich noch relativ gut weg: Der hiesige Staatswald mit seinem hohen Laubbaumanteil von rund 75 Prozent sei insgesamt weniger anfällig.

"An der Leistungsgrenze"

Trotzdem seien beispielsweise im Wald bei Riegelsberg schon 30 Prozent der Buchen abgestorben. Als großes Problem im Saarland sieht Stelzer die Personalknappheit in der Forstwirtschaft: "Wir krebsen jetzt schon an der Leistungsgrenze."

Hintergrund

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will im September einen "nationalen Waldgipfel" veranstalten. Dabei soll es unter anderem um ein großes Aufforstungsprogramm gehen.

Symbolbild: Eine Spaziergängerin im laubreichen Mischwald (Foto: SR)
Symbolbild: Eine Spaziergängerin im laubreichen Mischwald (Foto: SR Fernsehen)


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Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 02.08.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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