Finanzminister kontra Facebook-Währung

Finanzminister kontra Facebook-Währung

Ein Gespräch mit Korrespondent David Zajonz über die Bedenken der G7-Finanzminister gegen Facebooks Kryptowährung Libra

Katrin Aue, Onlinefassung: Rick Reitler   18.07.2019 | 07:25 Uhr

Die Finanzminister der sieben wichtigsten Industrienationen haben große Bedenken gegen die Facebook-Kryptowährung Libra: Auf ihrem G7-Treffen in Chantilly bei Paris sind die Gefahren ein großes Thema. "Sie befürchten, dass sie ein Stück weit die Kontrolle über das Geld verlieren", erklärte Korrespondent David Zajonz im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue.

Der amerikanische Social-Media-Riese Facebook will eine eigene digitale Krypto-Währung etablieren: den Libra. Das virtuelle Geld soll dazu dienen, den Zahlungsverkehr von Nutzer zu Nutzer unabhängig vom gewöhnlichen Gironetz abzuwickeln, also abseits der Banken.

Angst vor Kontrollverlust

Die Finanzminister der wichtigsten Industrienationen haben schon große Bedenken angemeldet: Auf ihrem G7-Treffen in Chantilly bei Paris sind die Gefahren des Libra ein großes Thema. "Sie befürchten, dass sie ein Stück weit die Kontrolle über das Geld verlieren", erklärte Korrespondent David Zajonz im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue.

Offiziell gehe es den Politikern u. a. ums Verhindern von Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Terrorfinanzierung und um die Bewahrung der Geldstabilität. Auch die Gefahr, die Kryptowährung Libra womöglich irgendwann mit Steuergeldern "retten" zu müssen, treibe die Minister um.

Hintergrund

tagesschau.de: Facebook & Libra
Warum die Währung so umstritten ist
Noch kann man mit Libra nicht zahlen, schon steht der Facebook-Währung ein breiter Widerstand aus Politik und Bankenwelt gegenüber. Doch was genau fürchten die Gegner der Kryptowährung? Ein Überblick.

Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 18.07.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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