100 Prozent Tabakwerbeverbot: Fehlt der "politische Wille"?

Fehlt der "politische Wille"?

Ein Gespräch mit dem Lungenspezialisten Dr. Kai-Michael Beeh

Steffen Kolodziej   18.06.2019 | 16:00 Uhr

Vor 44 Jahren ist in Deutschland das Werbeverbot für Tabak in Radio und Fernsehen in Kraft getreten. Was hat das gebracht? Wie gehen andere Länder damit um? Um das Bewerben von Tabak vollkommen zu verbieten - also auch im Kino oder auf Plakaten - "scheint der absolute politische Wille nicht da zu sein", sagt der Lungenspezialist Dr. Kai Michael Beeh im SR-Interview.

Laut Dr. Kai-Michael Beeh ist die Anzahl der Raucher seit Inkrafttreten der Präventivmaßnahmen von 1975 in Deutschland auf einen aktuellen Stand von 25 Prozent gesunken - gegenüber ehemals 40 Prozent. Dennoch gebe es jährlich immer noch circa 120.000 Todesfälle, die - mehr oder weniger direkt - auf den Zigarettenkonsum zurückzuführen seien. Das sei fast jeder zehnte Todesfall.

"Noch lange nicht ausreichend"

"Wir haben zwar etwas getan, aber es noch lange nicht ausreichend", so der Lungenspezialist. Zurzeit befürchte er, dass "mit den E-Zigaretten die gleichen Fehler" gemacht werden wie früher bei den "normalen Zigaretten."

Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" am 18.06.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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