"Man konnte Bonn nicht einfach platt machen"

"Man konnte Bonn nicht einfach platt machen"

Ein Gespräch mit dem früheren Bonner SR-Korrespondenten Franz Jansen über die Bundestagsabstimmung zum Umzug nach Berlin vor 25 Jahren

Audio: Jochen Erdmenger. Foto: Pixabay/clareich. Onlinefassung: Rick Reitler   26.04.2019 | 07:25 Uhr

Vor genau 25 Jahren entschied die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten den Umzug von Bonn nach Berlin. Das sorgte nicht nur im Inland für manchen Verdruss - und so beließ man sechs Ministerien am Rhein. Bis heute... Im SR-Interview erinnert sich der damalige Bonn-Korrespondent Franz Jansen an emotionale Debatten wenige Jahre nach dem Mauerfall.

Der Journalist Franz Jansen (Foto: SR)
Der Journalist Franz Jansen im SR-Studio


Vor genau 25 Jahren entschied die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten, den Status der Bundeshauptstadt von Bonn nach Berlin zu verschieben. Das sorgte anfangs nicht nur im Inland für manchen Verdruss: Die Kritiker des Umzugs verwiesen auf die hohen Kosten und den bürokratischen Aufwand, den ein Wohnsitzwechsel für tausende Parlaments- und Ministeriumsbedienstete mit sich bringen würde. Und natürlich wurde der Streit um die künftige Rolle Deutschlands in Europa noch einmal kräftig befeuert...

Noch immer sechs "Bonner" Ministerien

Ein Kompromiss musste her. Am Ende behielten sechs Ministerien ihren Sitz in Bonn: Bis heute liegt der offizielle Standort für die Bundesministerien Bildung und Forschung, Gesundheit, Landwirtschaft, Umwelt, Verteidigung und Entwicklung am Rhein.

Im SR-Interview erinnert sich der damalige Bonn-Korrespondent Franz Jansen an die turbulente Zeit und emotionale Debatten wenige Jahre nach dem Mauerfall.

Mehr zum Thema:

Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 26.04.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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