70 Jahre im Einsatz für Kinder und Jugendliche

70 Jahre im Einsatz für Kinder und Jugendliche

Ein Gespräch mit der Sozialerbeitsexpertin Prof. Ulrike Zöller, HTW Saar, über 70 Jahre SOS-Kinderdörfer

Audio: Sally-Charell Delin. Foto: SR. Onlinefassung: Rick Reitler   25.04.2019 | 16:40 Uhr

Anfangs nur für elternlose Nachkriegskinder gedacht, betreut die Organisation der SOS-Kinderdörfer heute 572 Kinderdörfer und mehr als 2100 soziale Einrichtungen aller Art. Die Saarbrücker Sozialarbeitsexpertin Prof. Ulrike Zöller gab im SR-Interview einen Einblick in 70 Jahre Arbeit zum Wohl von Kindern und Jugendlichen.

"Wir leben wie eine Familie zusammen"
Audio [SR 1, (c) SR, Sarah Schött, 25.04.2019, Länge: 01:37 Min.]
"Wir leben wie eine Familie zusammen"
Seit rund 60 Jahren gibt es auch im Saarland ein SOS-Kinderdorf - nämlich in Merzig Hilbringen. SR-Reporterin Sarah Schött war zum Jubiläum dort.

Überzeugt von der Idee "Kinder gehören nicht in Heime!", wurden vor genau 70 Jahren in Innsbruck die "Societas Socialis" gegründet, hierzulande besser bekannt als "SOS Kinderdörfer". Anfangs nur für elternlose Nachkriegskinder gedacht, betreut die Organisation heute 572 Kinderdörfer und mehr als 2100 Einrichtungen für benachteiligte Kinder und Jugendliche mit ganz verschiedenem sozialem Hintergrund - in Kindergärten, Jugendeinrichtungen, Schulen, Ausbildungs-, Sozial- und medizinischen Zentren. Und das auf vier Kontinenten.

Vielfältig, spezialisiert, qualitativ

Für die Sozialarbeitsexpertin Prof. Ulrike Zöller von der HTW Saar ein Segen: "Heute haben sich die SOS-Kinderdörfer zu hoch spezialisierten und hoch qualitativen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen entwickelt, die eben sehr, sehr vielfältig sind", erklärte Zöller im Gespräch mit SR-Moderatorin Sally-Charell Delin. Im Einklang mit dem Anspruch, immer für das Wohl des Kindes einzutreten, habe sich die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten überhaupt "vollkommen neu aufgestellt".

Hintergrund:

Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 25.04.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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