5G "einfach nur nochmal 'n Tacken besser"

5G "einfach nur nochmal 'n Tacken besser"

Ein Interview mit Urs Mansmann, Redakteur beim Computer-Fachmagazin c't

Audio: Katrin Aue, Foto: SR Fernsehen. Onlinefassung: Rick Reitler   19.03.2019 | 07:45 Uhr

Bei der heute beginnenden Versteigerung der 5G-Mobilfunkfrequenzen müssen die vier großen Netzbetreiber unbedingt zuzuschlagen, falls sie sich nicht aus dem Geschäft verabschieden wollten, meint Urs Mansmann, Redakteur beim c't Magazin für Computertechnik. Dabei bedeute 5G nicht unbedingt einen komplett neu erfundenen Mobilfunk.

Politische Kontroversen um 5G
Audio [SR 2, David Zajonz, 19.03.2019, Länge: 01:45 Min.]
Politische Kontroversen um 5G

Am Vormittag des 19. März beginnt bei der Bundesnetzagentur in Mainz unter strengen Sicherheitsvorkehrungen die Versteigerung der 41 neuen Mobilfunkfrequenzblöcke für den noch leistungsfähigeren Standard 5G. Mitbieten werden wohl die Anbieter Telekom, Telefonica, Vodafone und United Internet. Die Auktion kann sich ein paar Wochen hinziehen. Am Ende könnte der Staat nach Expertenschätzung bis zu fünf Milliarden Euro einnehmen, um den Netzausbau voranzutreiben.

Zum Kauf gezwungen

Die "etablierten Netzbetreiber" hätten "gar keine andere Chance" als zuzuschlagen, meint Urs Mansmann, Redakteur beim c't Magazin für Computertechnik, im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue. "Es geht darum, wer im Zukunftsmarkt Mobilfunk die Player sind." Wer keine 5G-Frequenz kaufe, sei "aus dem Geschäft draußen".

"Mobilfunk nicht neu erfunden"

Den ganz großen Hype um 5G will Mansmann offenbar aber nicht mitmachen: Zwar biete 5G "schon wesentlich mehr als die Vorgängertechnik 4G, aber es ist jetzt nicht ein neu erfundener Mobilfunk, sondern es ist einfach nur nochmal 'n Tacken besser".


Hintergrund:

tagesschau.de
Das ist wichtig rund um 5G
Am 19. März beginnt die Auktion von Frequenzen des neuen ultraschnellen Mobilfunkstandards 5G. Warum ist die Versteigerung so umstritten, wie läuft sie ab und was kann die Technik? Ein Überblick.

Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 19.03.2019 auf SR 2 KulturRadio.

Artikel mit anderen teilen