Unbearbeitete Hinweise auf mögliche Kriegsverbrecher

Hinweise auf mögliche Kriegsverbrecher nicht bearbeitet

Ein Gespräch mit Berlin-Korrespondentin Andrea Müller über das Versäumnis des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge

Audio: Yvonne Schleinhege, Foto: Archivfoto SR. Onlinefassung: Sabrina Nonnengardt   07.03.2019 | 12:45 Uhr

Im Zuge der Massenmigration nach Deutschland ab 2015 gingen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auch zahlreiche Hinweise auf mögliche Kriegsverbrecher unter den Asylantragstellern ein. Doch die allermeisten blieben offenbar unbearbeitet liegen.

Berlin-Korrespondentin Andrea Müller erläutert im Gespräch mit SR-Moderatorin Yvonne Schleinhege die Hintergründe: Welcher Art die Hinweise waren, ginge aus der Antwort der Bundesregierung nicht hervor. Man könne aber davon ausgehen, dass die Hinweise von Migranten aus den Unterkünften kämen, die mögliche Kriegsverbrecher aus der Heimat wiedererkannt hätten., sagte Müller im Gespräch mit SR 2-Moderatorin Yvonne Schleinhege.

Personelle Probleme

Das Innenministerium habe als Grund für das Versäumnis die personellen Probleme in den Behörden genannt, die im Zuge der Flüchtlingskrise entstanden seien.

Bundesinnenminister Seehofer habe angekündigt, sich die Berichte noch einmal genauer ansehen zu wollen. Zurzeit gehe er aber davon aus, dass die Hinweise im Rahmen der Möglichkeiten geprüft worden seien.

Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 07.03.2019 auf SR 2 KulturRadio.


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